Milchproduktion anregen

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Milchproduktion anregen

Milchproduktion anregen – 10 Tipps

Sie fürchten, Ihr Baby trinkt beim Stillen nicht genug Muttermilch? Mit einigen wenigen Verhaltensweisen können Sie das Stillen sofort verbessern oder sogar optimieren. Hier finden Sie zehn Tipps für eine angeregte Milchproduktion.[/vc_column_text]

Mutter stillt ihr Baby

Inhaltsverzeichnis

Das Baby nach der Geburt so früh wie möglich anlegen
Die Plazenta muss vollständig entfernt sein
Legen Sie Ihr Kind so oft wie möglich an
Lassen Sie den Säugling lange trinken
Für mehr Körper- und Hautkontakt sorgen
Körper für das Stillen vorbereiten
Brust vollständig entleeren
Künstliche Sauger und Trinkhilfen vermeiden
Gesund und ausgewogen ernähren
Stillberatung in Anspruch nehmen

1. Das Baby nach der Geburt so früh wie möglich anlegen

Haben Sie die Möglichkeit, sollten Sie das Kind bereits innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt zum ersten Mal stillen. In diesen Momenten ist es optimal darauf vorbereitet: Es ist aufgrund der aufregenden Geburt wach und von einem starken Such- und Saugreflex geleitet, der das erste Trinken vereinfacht. Hinzu kommt, dass Sie damit aktiv den Aufbau Ihres Brustdrüsengewebes fördern. In den folgenden Stunden fallen einige Säuglinge in ein schläfriges Verhalten, das das Stillen etwas erschwert. Sie sollten es dennoch immer wieder wecken und anlegen.

2. Die Plazenta muss vollständig entfernt sein

Bei manchen Frauen bleiben nach der Geburt Plazentareste in der Gebärmutter zurück. Diese sind in der Lage, die Milchproduktion in den Brüsten zu hemmen. Achten Sie daher bei den Nachuntersuchungen darauf, dass die Ärzte alle Plazentareste vollständig aus Ihrer Gebärmutter entfernen.

3. Legen Sie Ihr Kind so oft wie möglich an

Ihr Baby hat einen noch sehr kleinen Magen. Hinzu kommt die außerordentlich gute Verdaulichkeit von Muttermilch. Diese Faktoren sorgen gemeinsam dafür, dass der Säugling oft gefüttert werden muss. Experten empfehlen, wenige Wochen alte Babys innerhalb von 24 Stunden etwa acht bis zwölf Mal zu stillen. Sollte es sich nicht von selbst melden oder sehr lange schlafen, dürfen Sie es auch behutsam aufwecken und ihm die Brust anbieten. Indem Sie die Expertenempfehlung berücksichtigen, steigern Sie Ihre Milchproduktion durch Angebot und Nachfrage: Je öfter das Baby an den Brüsten saugt, desto mehr Muttermilch wird gebildet.

4. Lassen Sie den Säugling lange trinken

Nehmen Sie sich für jede Stillrunde ausreichend Zeit: Das Baby benötigt im Durchschnitt etwa zehn bis 30 Minuten pro Mahlzeit. Nimmt es gut zu, müssen Sie sich übrigens keine Sorgen über kurze Stillzeiten machen. In dieser Zeit sollten Sie das Kind zwei oder drei Mal die Brust wechseln lassen, damit diese effektiv geleert werden (zum Beispiel alle zehn Minuten). Achten Sie darauf, dass es sich Zeit lassen kann und nicht verschluckt. Die meisten Säuglinge legen beim Stillen einige Trinkpausen ein, in denen sie nur noch an der Brust nuckeln, bevor sie anschließend wieder saugen. Diese Pausen verstärken die Bindung zu Ihnen und regen die Hormonausschüttung an – sie sind daher sehr wichtig.

5. Für mehr Körper- und Hautkontakt sorgen

Das Stillen wird im Körper der Mutter durch Hormone reguliert. Damit die Hormone ausgeschüttet werden, muss es zu einem Reiz kommen. Neben dem Saugreiz an den Brustwarzen stellt auch die allgemeine Berührung zwischen Mutter und Kind einen solchen Reiz dar. Um den Hormonfluss in Ihrem Körper zu intensivieren, sollten Sie also für möglichst viele Berührungen zwischen sich und Ihrem Säugling sorgen. Neben der Ernährung durch das Stillen, sichert die emotionale Bindung auch das Überleben und die Entwicklung des Säuglings. Kuscheln Sie also möglichst viel und tragen Sie das Baby oft direkt am Körper bei sich.

6. Auf das Stillen vorbereiten

Direkt vor dem Stillen können Sie den Milchfluss beeinflussen: Suchen Sie sich einen Platz, an dem Sie niemand stört, falls Ihnen das wichtig ist. Sollten Sie verärgert oder aufgeregt sein, versuchen Sie, sich zu beruhigen. Massieren Sie sanft Ihre Brüste und wärmen Sie sie bei Bedarf an. Während des Stillens sorgt eine entspannte Stillhaltung zudem für Gemütlichkeit. Ihr Rücken und Ihre Schultern sollten entspannt sein und das Kind zum Beispiel auf einem stabilen Kissen ruhen. Falls Sie per Kaiserschnitt geboren haben, sollten Sie sich so hinlegen oder -setzen, dass Sie keine Schmerzen haben und das Kind nicht auf die Narbe drückt. Stillfreundliche Schmerzmittel lindern eventuelle Schmerzen.

7. Brust vollständig entleeren

Da die Milchmenge auf den Bedarf des Säuglings angepasst ist, wird die Brust in der Regel bei jedem Trinken vollständig entleert. Aus diesem Grund sollten Sie die Brust regelmäßig wechseln. Sollte noch etwas Muttermilch in der Brust bleiben, können Sie diese sanft ausstreichen.

8. Künstliche Sauger und Trinkhilfen vermeiden

Der Einsatz von Schnullern und Co. ist in den ersten Wochen und Monaten nicht zu empfehlen, da das Baby seinen Saugreflex daran befriedigt. Zum einen erkennen Sie dadurch schlechter, wenn das Kind hungrig ist, zum anderen trinkt es nicht mehr so effektiv.

9. Gesund und ausgewogen ernähren

Damit Ihr Körper das Kind versorgen kann, sollten Sie sich natürlich gesund und ausgewogen ernähren. Dennoch ist ist nicht erforderlich, dass Sie bestimmte Nahrungsmittel, Stilltees oder Globuli einnehmen. Diese Produkte verbessern das Stillen nicht, da der gesamte Prozess durch Hormone gesteuert wird.

10. Stillberatung in Anspruch nehmen

Eine Stillberatung kann Ihnen in zahlreichen Fragen rund ums Stillen hilfreich zur Seite stehen, zum Beispiel wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Baby genug Muttermilch erhält oder Sie unsicher im Umgang mit dem Säugling sind.

Quelle: https://www.bfr.bund.de/cm/343/stillen_und_bindung.pdf

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2019-08-22T08:29:57+00:00