Gute Stillpositionen

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Gute Stillpositionen 2018-04-16T11:45:40+00:00

Richtig stillen: Gute Stillpositionen für Sie und Ihr Baby

Stillen ist die natürlichste und beste Ernährungsweise für Ihr Baby. Allerdings gibt es manchmal Anfangsschwierigkeiten. Vor allem bereitet es manchen Müttern (und Babys) Schwierigkeiten, die richtige Position zu finden. Sie können grundsätzlich im Sitzen oder im Liegen stillen. Was Ihnen und Ihrem Kind gut tut, finden Sie mit ein wenig Übung leicht heraus. Auch praktische Hilfsmittel wie Stillkissen und Fußhocker können hilfreich sein. Nehmen Sie sich Zeit und bleiben Sie entspannt.

Grundsätzliches zum Thema Stillpositionen

Für das Stillen und die richtige Haltung des Babys gibt es keine Vorschriften. Ihre Hebamme weiß aber Bescheid und unterstützt Sie gern bei den ersten Versuchen. Vielleicht haben Sie in Wohnortnähe auch eine Stillgruppe oder Kontakt zu anderen Müttern? Hören Sie sich alle Ratschläge in Ruhe an und probieren Sie dann selbst aus, wie Sie am besten zurechtkommen. Jedes Baby ist einzigartig, auch die Größe der Brust spielt eine Rolle. Außerdem kann bei einem überstandenen Kaiserschnitt eine andere Position sinnvoll sein als nach einer natürlichen Entbindung. Neben der richtigen Haltung ist auch die Umgebung wichtig, damit Sie in Ruhe und entspannt stillen können. Ein bequemer Sessel oder die Couchecke, jeweils mit einer bequemen Armlehne, oder das Bett sind gut geeignet.

Im Sitzen stillen: Verschiedene Stillpositionen für kleinere, größere, ruhige und lebhafte Babys

Wenn Sie im Sitzen stillen, achten Sie zuerst darauf, dass Sie selbst bequem sitzen. Stützen Sie den unteren Rücken mit einem Kissen, damit auch längere Stillphasen komfortabel sind. Den Arm auf der Brustseite, die gerade „an der Reihe“ ist, sollten Sie mit einem oder mehreren weiteren Kissen abstützen. Nutzen Sie einen niedrigen Hocker für Ihre Füße, wenn Ihre eigene Sitzposition recht hoch ist. So vermeiden Sie, dass längeres Sitzen auf Dauer unbequem wird. Für die Haltung des Babys gibt es mehrere Griffe und Positionen.

Die Wiegehaltung: Häufig angewandte Haltung mit Vor- und Nachteilen

Mutter stillt Baby in der Wiegehaltung

© HillLander / Fotolia

Die sogenannte Wiegehaltung bedeutet, dass der Kopf des Babys in Ihrer Armbeuge liegt. Sie halten den Körper des Kindes mit Ihrem Arm. Diese Position ist vermutlich bekannteste, aber nicht unbedingt die beste. Neugeborene und sehr kleine Babys kommen damit nicht immer zurecht. Das Baby fühlt sich „eingeklemmt“, die Brustwarze ist nicht ganz einfach zu erreichen. Trotzdem ist diese Position diejenige, die in vielen Kliniken direkt nach der Entbindung empfohlen wird. Wenn Sie damit gute Erfahrungen machen, bleiben Sie dabei. Sie spüren schnell, ob sich das Baby in dieser Lage wohlfühlt und gut trinkt. Sobald die Nackenmuskulatur stärker ist und das Baby zunehmend lebhafter wird, ist die Wiegehaltung aber sehr gut geeignet. Sie haben das Kind damit gut im Griff.

Der Kreuz-Wiegegriff, ideal für sehr kleine Babys

Für kleine Babys ist der Kreuzgriff oder Kreuz-Wiegegriff eine gute Alternative. Das Baby wird mit dem Arm gehalten, der sich auf der anderen Seite der Brust befindet, mit der Sie gerade stillen. Sie halten das Kind mit Ihrem Arm und den Kopf mit der Hand. Dann drehen Sie das Kind behutsam zu Ihrem Körper. Mit größeren Babys wird diese Position schwieriger, Neugeborene und sehr kleine Babys fühlen sich damit aber meist richtig wohl. Für Sie als Mutter ist es besonders wichtig, dass Ihr Rücken gut gestützt wird. Unter dem Arm, mit dem Sie Ihr Baby halten, kann ein kleines Kissen hilfreich sein.

Die Footballhaltung – für viele Babys die richtige Stillposition

Mutter stillt Baby in der Footballhaltung

© juan_aunion / Fotolia

Der Rückengriff wird auch Footballhaltung genannt. Die Methode sieht auf den ersten Blick ungewöhnlich aus, weil Sie das Baby dabei gewissermaßen unter Ihren Arm klemmen, und zwar auf der Seite, auf der Sie stillen möchten. Das Kind soll Sie anschauen, die Füße des Babys zeigen nach hinten, in Richtung Ihres Rückens. Stützen Sie Ihren haltenden Arm mit einem Kissen auf Ihrem Schoß ab und stützen Sie den Kopf und den Nacken des Babys mit der Hand. Diese Position eignet sich gut nach einem Kaiserschnitt, weil Sie damit Ihre empfindliche Bauchregion schonen. Auch für lebhafte Babys ist die Haltung ideal. Größere Babys sind dafür aber oft zu schwer, dann sollten Sie auf eine andere Position wechseln.

Im Liegen stillen: Gut für die Nacht und nach einem Kaiserschnitt

Mutter stillt Baby im liegen

© Svetlana Fedoseeva / Fotolia

Das Stillen im Liegen ist eine sehr gute Stillposition nach einem Kaiserschnitt oder einer sonstigen schweren Entbindung. Auch nachts machen viele Mütter damit gute Erfahrungen. Sie liegen dabei auf der Seite, das Baby liegt neben Ihnen mit der Brust in Reichweite. Stützen Sie ihren Rücken, damit Sie es rundum bequem haben. Auch für die Lage das Babys und eine eventuelle Erhöhung ist ein passendes Kissen gut geeignet. Den Kopf des Babys können Sie mit der freien Hand zusätzlich abstützen, sodass es gut an die Brustwarze kommt.

Bei allen Stillpositionen ist es wichtig, dass das Baby immer Bewegungsfreiheit hat. Es sollte sich nie eingeengt fühlen oder zu eng an Ihren Körper gedrückt werden. Wenn der Kopf des Kindes auf Ihrem nackten Arm liegt, sorgen Sie besonders in der warmen Jahreszeit dafür, dass das Baby nicht übermäßig schwitzt. Legen Sie eine Mullwindel zwischen den Arm und den Kopf, dann entsteht eine angenehme Atmosphäre.

Das Stillkissen als Unterstützung

Bei einigen Stillpositionen kann die Verwendung eines Stillkissens sinnvoll sein. Stillkissen gibt es in verschiedenen Größen. Sie können es als Abstützung für das Baby, aber auch für Sie selbst nutzen. Achten Sie auf eine weiche, anpassungsfähige Füllung und auf die Waschbarkeit. Der Bezug sollte sich immer abnehmen und waschen lassen, im Idealfall besteht auch das Kissen aus einem komplett waschbaren Material.

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