Erdbeeren in der Stillzeit

Erdbeeren in der Stillzeit 2018-06-13T10:14:03+00:00

Darf man in der Stillzeit Erdbeeren essen?

Erdbeeren sind Boten des Sommers, die roten Früchte gehören zu leckersten Beeren, die die warme Jahreszeit zu bieten hat. Kaum jemand kann den saftigen Beeren widerstehen. Doch wie sieht es in der Stillzeit aus, wenn die Ernährung der Mutter eine wichtige Rolle spielt? Sind Erdbeeren erlaubt, besonders empfehlenswert oder können dadurch Krankheiten, Allergien und sonstige Beschwerden ausgelöst werden?

Die gesunden Seiten der Erdbeeren

In der Stillzeit steigt Ihr Kalorienbedarf leicht an, Sie dürfen Ihrem Appetit und Hungergefühl ruhig in Maßen nachgeben. Grundsätzlich ist eine ausgewogene Ernährung sinnvoll. Dazu gehören auch Gemüse und Obst, allerdings sollten blähende Früchte und Gemüsesorten gemieden werden. Erdbeeren sind im Allgemeinen gut verträglich. Wenn Sie nicht an einer nachgewiesenen Erdbeerallergie oder Fructose-Intoleranz leiden, dürfen Sie in der Stillzeit Erdbeeren bedenkenlos essen. Zudem ist die leckere Nascherei kalorienarm, der Genuss von Erdbeeren hat also keinen negativen Einfluss auf Ihr Körpergewicht. Einhundert Gramm Erdbeeren enthalten etwa 32 Kalorien. Der Kohlenhydratgehalt liegt bei 5,5 Gramm, Protein- und Fettgehalt sind gering.

Diese gesunden Inhaltsstoffe stecken in jeweils 100g Erdbeeren:

  • 147 mg Kalium
  • 24 mg Kalzium
  • 15 mg Magnesium
  • 65 mg Folsäure
  • 1 mg Eisen

In Erdbeeren sind die Vitamine A, B1, B2, C und E enthalten. Der Vitamin-C-Gehalt ist mit 62 mg pro 100 Gramm relativ hoch. Der Anteil an Folsäure ist schon bei Kinderwunsch und während der Schwangerschaft ein gesunder Inhaltsstoff. In der Stillphase spricht ebenfalls nichts gegen Nahrungsmittel, die reich an Folsäure sind.

Anbau und Herkunft: Daran erkennen Sie, ob Erdbeeren unbelastet sind

Die Saison für Erdbeeren beginnt im Mai – was vorher im Laden und auf dem Markt angeboten wird, stammt in der Regel aus anderen Ländern. Der Anblick ist meist verlockend, der Geschmack dagegen enttäuschend. Warten Sie lieber auf die heimische Ernte. Weit gereiste Erdbeeren sind zudem oft mit Pestiziden belastet. Für eine gesunde Ernährung in der Stillzeit ist es besser, auf solche Lebensmittel zu verzichten.

Eigenanbau, Bio-Erdbeeren und Plantagen-Erdbeeren

Am gesündesten und am wenigsten mit Schadstoffen belastet sind Erdbeeren aus dem eigenen Garten. So können Sie sicher sein, dass die Früchte ungespritzt und richtig frisch sind. Wenn Sie eine Erdbeer-Plantage zum Selbstpflücken in der Nähe haben und diese abseits von vielbefahrenen Straßen liegt, ist ein gesunder Genuss ebenfalls möglich. Auf Plantagen werden in der Regel keine gefährlichen Spritzmittel verwendet. Die Erdbeerbauern achten vielmehr darauf, resistente Sorten anzubauen. Wenn Sie im Handel oder auf dem Markt Erdbeeren aus einem kontrollierten, biologischen Anbau entdecken, greifen Sie zu!

Wann Erdbeeren in der Stillzeit kritisch sind

Erdbeeren können Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. Wenn Sie selbst betroffen sind, meiden Sie die roten Früchte sowieso. Während der Schwangerschaft raten Experten auch dann davon ab, wenn der Vater des Kindes keine Erdbeeren verträgt. Sie senken damit das Risiko, dass Ihr Kind ebenfalls allergische Reaktionen entwickelt.

Achten Sie aber nicht nur auf mögliche Unverträglichkeiten und Allergien. Die eigentliche Gefahr steckt viel öfter in den Spritz- und Düngemitteln. Hier können Sie mit einem sorgfältigen Einkauf oder Eigenanbau vorbeugen und Schadstoffe vermeiden.

Verschmutzungen sind ebenfalls nicht gesund. Waschen Sie alle Erdbeeren vor dem Verzehr gründlich. Vorsicht, wenn sich im Garten Katzen aufhalten! Über Katzenkot kann Toxoplasmose übertragen werden. Diese Erkrankung ist in der Schwangerschaft gefährlich, aber auch in der Stillzeit sollte der direkte Kontakt mit Katzenkot vermieden werden.

Tipp zum Waschen der Erdbeeren

Verwenden Sie reichlich warmes, fließendes Wasser. Der Blütenansatz sollte erst nach dem Waschen entfernt werden. So vermeiden Sie, dass das Innere der Erdbeere mit Schmutz in Berührung kommt.

Erdbeeren sind nicht lange haltbar. Bewahren Sie die Früchte im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Kontrollieren Sie gleich nach dem Kauf, ob alle Erdbeeren unbeschädigt sind. Matschige Früchte sortieren Sie sicherheitshalber aus. Verschimmelte Erdbeeren dürfen nicht mehr gegessen werden, unabhängig davon, ob Sie schwanger sind oder stillen.

Erdbeeren und Stillen: So gehen Sie kein Risiko ein

Wenn Sie alle Vorsichtsmaßnahmen beachten und selbst Erdbeeren gut vertragen, ist der Genuss in der Stillzeit unbedenklich. Die Früchte sind nicht blähend und haben keinen Einfluss auf den Geschmack der Muttermilch. Die gesunden Inhaltsstoffe kann Ihr Organismus während der Stillzeit gut gebrauchen.

Beobachten Sie Ihr Kind! Manchmal lösen bestimmte Bestandteile in der mütterlichen Nahrung Reaktionen beim Kind aus. Das ist beim Verzehr einiger Erdbeeren zwar nicht zu erwarten. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie auf Hautveränderungen oder sonstige Erscheinungen achten. Die Windelzone ist ein sensibler Bereich, hier stellen Sie schnell fest, ob Ihr Kind auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert. Bei einem geröteten, wunden Po empfiehlt es sich, wenn stillende Mütter den eigenen Lebensmittelkonsum überprüfen.

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