40 SSW 2019-01-31T14:58:29+00:00

40. SSW / 40. Schwangerschaftswoche: das Baby kommt

Nach 40 Schwangerschaftswochen ist es soweit. Ihr Baby macht sich bereit, auf die Welt zu kommen. Ihr Körper hat während der Schwangerschaft etwas Unglaubliches geleistet und es ist Zeit, dass Ihr Baby seine Lebenszeit außerhalb Ihres Körpers beginnt. Zwei Gefühle bestimmen in dieser Zeit Ihr Empfinden – die Vorfreude auf den neuen Erdenbürger und gleichzeitig die Angst vor der Geburt. Schauen wir uns an, was in der vierzigsten Schwangerschaftswoche und direkt um den Geburtstermin passiert.

So geht es Ihnen in der vierzigsten Schwangerschaftswoche

Baby kurz vor der Geburt in der vierzigsten Schwangerschaftswoche

Baby kurz vor der Geburt in der vierzigsten Schwangerschaftswoche

Seit vierzig Wochen wächst in Ihrem Körper ein kleiner Mensch heran, der diesen in Kürze verlassen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Ihr Baby ca. 3400 g schwer und ca. 53 cm groß. Einige Kinder liegen über oder unter diesen Durchschnittswerten, was aber kein Grund zur Sorge ist. Schon jetzt ist Ihr Kind ein Individuum, auch in Bezug auf Größe, Gewicht und Essgewohnheiten.

Ihr Baby wächst jetzt kaum noch, nimmt aber weiterhin an Gewicht zu. Daher spannt die Bauchdecke und es kann zum Jucken der strapazierten Bauchhaut kommen. Das Atmen wird Ihnen jetzt wieder leichter fallen, da sich der Kopf des Babys in das kleine Becken geschoben hat und Ihre inneren Organe wieder mehr Platz bekommen. Die Nächte sind weiterhin von Toilettengängen unterbrochen, sodass Sie tagsüber viele Ruhepausen einlegen sollten, um den fehlenden Nachtschlaf zu kompensieren. Massieren Sie weiterhin täglich den Dammbereich mit einem sanften Öl, damit die Haut elastisch und dehnbar wird.

Der Körper bereitet sich auf die Geburt vor

Frau kurz vor der Geburt in der vierzigsten Schwangerschaftswoche

Frau kurz vor der Geburt in der vierzigsten Schwangerschaftswoche

Reagieren Ihre Brustwarzen empfindlich auf anliegende Kleidung, decken Sie diese mit Stilleinlagen ab. Einlagen aus Bouretteseide eignen sich dafür besonders gut, da dieses natürliche Material einen heilenden Einfluss auf Entzündungsbereiche ausübt. In diesen Tagen kann sich ein Schleimpfropf lösen, der blutig durchsetzt sein kann. Dieser normale Vorgang kündigt die bevorstehende Geburt an.

Viele Frauen haben vor der einsetzenden Wehentätigkeit einen Blasensprung. Der plötzlich aus dem Körper auslaufende Wasserschwall ist farblos bis milchig und kann eindeutig der nahenden Geburt zugeordnet werden. In diesem Fall sollten Sie sich hinlegen, den Krankenwagen holen oder sich von einem Familienmitglied ins Krankenhaus fahren lassen. Nehmen Sie dabei eine möglichst liegende Position ein. Bei der Aufnahme müssen Sie dem Arzt unverzüglich mitteilen, dass der Blasensprung erfolgte, auch wenn Sie noch keine Wehen spüren. Diese stellen sich in dieser Situation oft erst Stunden nach dem Blasensprung ein oder werden durch ein auslösendes Wehenmittel eingeleitet.

Die ersten Wehen – welche sind echt?

In den letzten Tage vor der Geburt trainiert der Körper den Geburtsvorgang. Sogenannte Übungswehen treten gehäuft auf und bringen jede Mutter zu der Frage, ob es sich um echte Geburtswehen handelt oder um Vorwehen. Gerade beim ersten Kind herrscht häufig die Verunsicherung, ob man es rechtzeitig ins Krankenhaus schafft. Niemand wird Sie belächeln, wenn Sie bei der ersten Wehentätigkeit Ihre Hebamme oder das Krankenhaus aufsuchen. Beim zweiten oder dritten Kind können Sie die Anzeichen einordnen und fühlen sich sicherer. Bei der ersten Geburt ist alles fremd. Jeder Arzt bringt Ihnen in dieser Situation Verständnis entgegen, auch wenn Sie wieder nach Hause geschickt werden, weil die Wehen während der Überprüfung verschwunden sind.

Geburtswehen:

  • zeigen sich in regelmäßigen und immer kürzer werdenden Abständen
  • gehen immer mit Schmerzen im unteren Rückenbereich einher
  • verursachen ein nach unten drückendes Gefühl
  • können Übelkeit hervorrufen

Vorwehen kommen unregelmäßig und klingen nach einigen Sekunden wieder ab. Auch sie können einen heftig ziehenden Schmerz auslösen, aber sie kommen in unregelmäßigen Abständen, verschwinden für mehrere Stunden und tauchen wieder auf. Setzen die richtigen Wehen ein, werden Sie diese erkennen. Der Schmerz verlagert sich dann vorrangig in den unteren Rückenbereich. Es wird sich wie Bauchschmerzen anfühlen, die von leichten Darmkrämpfen begleitet werden. Sie halten bis zu einer Minute an und lassen Ihren Bauch in dieser Zeit sehr hart werden. In den Wehenpausen ist dann jeglicher Schmerz verflogen. Sie können die richtigen Wehen auch durch warmes Wasser von den Übungswehen unterscheiden. Entspannt sich Ihr Körper im warmen Wasser und verschwinden die Kontraktionen, handelte es sich um Vorwehen. Geburtswehen werden nicht durch warmes Wasser gelindert, sie nehmen auch dann an Intensität und Dauer zu. Sobald Sie eine regelmäßige Wehentätigkeit spüren, ist es Zeit, sich auf den Weg ins Krankenhaus oder zum Geburtshaus zu machen.

Warten auf den großen Moment

Sorgen Sie in der vierzigsten Schwangerschaftswoche immer dafür, dass jemand aus Ihrer Familie oder dem Freundeskreis erreichbar ist. Obwohl Sie sich viele Wochen auf diesen Moment vorbereitet haben, wird er Sie trotzdem überraschen. Sie werden in den letzten Tagen vor der Geburt spüren, dass Sie trotz unruhiger Vorfreude in sich gekehrt und achtsamer sind. Lassen Sie sich von Ihrem Partner und Ihrer Familie noch einmal ausgiebig bemuttern, bevor Sie selbst für einen anderen Menschen zum wichtigsten Teil seines Lebens werden. Das Abenteuer „Schwangerschaft“ ist überstanden und Ihr Weg als Mutter beginnt.

 

Bilder: © Sebastian Kaulitzki / Fotolia

Weitere interessante Artikel