36 SSW 2019-01-31T14:55:17+00:00

36. SSW / 36. Schwangerschaftswoche: Tun sie etwas für Ihre Beinmuskulatur!

In der 36. Schwangerschaftswoche sollte sich das Baby bereits in Geburtsposition gebracht haben. Falls nicht, ist das noch kein Grund zum Verzweifeln, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Kind doch noch dazu zu bewegen, dass es sich dreht.

Die Entwicklung Ihres Babys in der 36. Schwangerschaftswoche

Baby dreht sich in der sechsunddreißigsten Schwangerschaftswoche

Ihr Baby dreht sich in der sechsunddreißigsten Schwangerschaftswoche

Ihr Baby ist in dieser Woche 46-47 Zentimeter groß und wiegt um die 2700 Gramm. Damit wäre es im Prinzip startklar für die Welt draußen. Pro Tag legt es jetzt etwa 30 Gramm an Gewicht zu, das meiste davon sind Fettpolster. Diese Energiereserven sind wichtig für die erste Zeit nach der Geburt. Durch das Gehirnwachstum in den letzten Wochen präsentiert sich die Stirn sehr ausgeprägt. Alle Organe funktionieren selbständig. Käme Ihr Kind in der 36. Woche zur Welt, würde es als spätes Frühchen zählen. Bei den meisten Babys gibt es keine Komplikationen. In einigen wenigen Fällen braucht die Lunge noch Nachhilfe, weil die Produktion des Stoffes Surfactant etwas hinterherhinkt. Die Lungenflügel werden in dieser Schwangerschaftswoche stärker durchblutet, allerdings zehnmal schwächer als nach der Geburt. Durch die vorhandenen Fettreserven ist das Baby in der Lage, seinen Wärmehaushalt alleine zu managen. Trotzdem ist es möglich, dass es noch ein paar Tage im Wärmebettchen verbringen müsste, bis es sich komplett angepasst hat. Das Bewegungsspektrum ist stark eingeschränkt. In Ihrem Bauch ist es nun so eng, dass sich das Kind noch etwas strecken kann oder ein wenig auf die linke oder rechte Seite drehen kann. Wahrscheinlich haben Sie schon bemerkt, dass die Tritte weniger werden. Das liegt am Platzmangel. Trotzdem sollten werdende Mütter auf das berühmte Bauchgefühl hören und sich im Zweifelsfall immer direkt an die Hebamme oder den Arzt wenden, wenn sie die Kindesbewegungen als zu wenig empfinden.

Ultraschall und Wissenswertes rund um die 36. Schwangerschaftswoche

Ihr Frauenarzt möchte Sie nun wöchentlich zur Kontrolle sehen. Neben der gynäkologischen Untersuchung werden Blut- und Urintests gemacht. Vor allem die Untersuchung auf Bakterien und andere Erreger ist wichtig, damit das Baby sich auf dem Weg durch den Geburtskanal nicht infiziert. Manche Erreger könnten sonst eine Lungen- oder Hirnhautentzündung auslösen. B-Streptokokken verursachen die gefährliche Neugeborenen-Sepsis. Durch eine Tastuntersuchung, die auch als „Leopold’sche Handgriffe“ bezeichnet wird, kann der Frauenarzt die aktuelle Lage Ihres Babys überprüfen. Die überwiegende Mehrheit der Kinder kommt in Kopflage zur Welt. Hat das Kind seine Position im Becken eingenommen, wird es diese bis zur Geburt beibehalten. Liegt Ihr Kind mit seinem Gesicht in Richtung Ihres Rückens, dann ist diese „vordere Hinterhauptslage“ die angenehmste Geburtsposition, denn die Gefahr einer Verletzung am Damm ist hier sehr gering. Liegt das Baby mit dem Gesicht nach vorne im Becken, platzt die Fruchtblase unter Umständen früher. Die „hintere Hinterhauptslage“ sorgt für einen längeren Geburtsvorgang mit mitunter starken Rückenschmerzen. Während der Geburt versucht die Hebamme daher oft, das Baby in die vordere Hinterhauptslage zu bringen.

Ihr Körper in der 36. Schwangerschaftswoche

Mutter in der sechsunddreißigsten Schwangerschaftswoche

Mutter in der sechsunddreißigsten Schwangerschaftswoche

Wahrscheinlich macht Ihnen der Bauch so zu schaffen, dass Sie es sich am liebsten nur noch zu Hause gemütlich machen wollen. Versuchen Sie trotzdem, einige soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, denn nach der Geburt stehen lange erst einmal andere Dinge im Vordergrund. Auch Bewegung an der frischen Luft tut Ihnen im Moment gut. Sofern der Arzt es Ihnen nicht verboten hat, hilft Sport Ihnen dabei, die Muskeln zu trainieren. Besonders Schwimmen ist perfekt in der letzten Phase der Schwangerschaft. Sie schweben schwerelos im Wasser, stärken aber gleichzeitig die Beinmuskulatur. Denn die muss Schwerstarbeit unter der Geburt leisten und wenn Sie verschiedene Positionen ausprobieren möchten, ist es gut, wenn die Beine dafür kräftig genug sind. Durch den Auftrieb im Wasser werden Ihre Gelenke entlastet und auch Ihren Ödemen tut das Schwimmen gut.

Falls Ihr Baby sich noch nicht gedreht hat, kann das zu Unruhegefühl und Nervosität führen. Ein Osteopath kann helfen, das Kind in die bessere Position zu bekommen. Mit Moxatherapie hält auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) eine Möglichkeit parat. Ob und wie diese Alternativtherapien anschlagen, ist individuell verschieden. Doch wenn Sie solchen Heilmethoden gegenüber aufgeschlossen sind, ist das allemal einen Versuch wert. Bei manchen Frauen reicht es auch, sich regelmäßig für zehn Minuten auf alle Viere zu knien, um das Kind zum Drehen zu animieren.

Das ist wichtig in der 36. Schwangerschaftswoche

Angst vor der Geburt: Erstgebärende, aber auch Mütter, die unschöne Geburtserfahrungen haben, sehen den nächsten Wochen mit Freude, aber auch viel Sorgen entgegen. Der beste Ansprechpartner für diese Ängste rund um die Geburt ist Ihre Hebamme. Tun Sie sich selbst den Gefallen und lesen Sie keine Geburtsberichte im Internet, denn das verursacht nur Kopfkino. Vermeiden Sie auch den Kontakt mit Bekannten, die ständig diese Themen diskutieren wollen, denn momentan hilft Ihnen eine gelassene Grundstimmung besser. Lassen Sie sich über Schmerzmittel aufklären, die Sie nehmen können, wenn die Schmerzen zu groß werden. Auch eine PDA (Periduralanästhesie) ist möglich.

 

Bilder: © Sebastian Kaulitzki / Fotolia

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