25 SSW

25. SSW / 25. Schwangerschaftswoche: Fettpölsterchen bei Mutter und Kind

Mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr unterstützen Sie nicht nur den Fruchtwasseraustausch, sondern schwemmen auch eingelagertes Wasser leichter aus. Ihr Baby gibt mit Tritten und Boxen zu verstehen, wenn ihm etwas unangenehm ist.

Die Entwicklung Ihres Babys in der 25. Schwangerschaftswoche

Baby in der fünfundzwanzigsten Schwangerschaftswoche

Baby in der fünfundzwanzigsten Schwangerschaftswoche

Babys nehmen aktuell pro Woche 85-100 Gramm zu. In der 25. Schwangerschaftswoche wiegt Ihr Kind zwischen 600 und 800 Gramm. Ihr kleiner Feinschmecker kann zwischen süß und sauer unterscheiden. Zwischen 200 und 750 Milliliter Fruchtwasser schluckt das Kind am Tag – das alles trainiert seinen Schluckreflex. Die Blutgefäße der Nabelschnur werden durch eine geleeartige Substanz geschützt. So knickt die Nabelschnur nicht ab und alle Nährstoffe gelangen ohne Probleme von der Plazenta zu Ihrem Baby. Sein Gleichgewichtssinn bildet sich aus und das nutzt Ihr Kind aus, um noch mehr Trainingseinheiten zu absolvieren. Es wird kräftig am Daumen gelutscht, Purzelbaum geschlagen und manchmal auch geboxt. Tritte kann es dann aus dem Bauch geben, wenn in Ihrem Umfeld Lärm oder Geräusche auftreten, die Ihr Baby stören oder verunsichern. Das kann zu laute Musik sein oder einfach hektische Stimmen von einem Streitgespräch. Achten Sie daher besonders darauf, dass zu Hause Harmonie herrscht. Als beruhigend empfindet Ihr Baby alle Geräusche, die von Ihrem Körper selbst stammen. Rauschen und Gluckern wird durch Schallwellen ins Fruchtwasser übertragen. Es gibt spezielle CDs für Babys mit ähnlichen Geräuschen, die nach der Geburt eingesetzt werden können, um ein Kind zu beruhigen. Seine Körpertemperatur reguliert Ihr Baby im Moment noch via den Blutaustausch mit der Plazenta. Die Fettreserven werden mehr und die braucht es auch, da der kleine Körper nach der Geburt schnell an Wärme verlieren wird. Im Vergleich zur letzten Schwangerschaftswoche hätte Ihr Kind nun als Frühgeburt schon eine deutlich höhere Überlebenschance von 82 Prozent. Ist es irgendwie möglich, wird der Arzt jedoch versuchen, die Geburt so lange wie möglich herauszuzögern.

Ultraschall und andere Untersuchungen in der 25. Schwangerschaftswoche

Wenn Sie Ihr Kind in der 25. Schwangerschaftswoche auf dem Ultraschall sehen, dann fällt Ihnen auf, dass es nun schon deutlich rosiger aussieht. Das liegt an der vermehrten Bildung von Fett im Unterhautgewebe. Zudem gähnen Babys in dieser Schwangerschaftswoche ständig. Die Mediziner konnten allerdings noch nicht klären, ob dieses Gähnen dazu dient, das in die Lunge gelangte Fruchtwasser zu kontrollieren, oder ob das Kind vom vielen Toben in Ihrem Bauch einfach müde ist. Im Ultraschallbild würde Ihnen auch auffallen, wie die Organe des Babys gerade auf Hochtouren arbeiten. Bei einem Arzttermin in dieser Woche wird der Antikörpersuchtest durchgeführt, wie schon einmal zu Beginn der Schwangerschaft. Bekommen Sie als Rhesus negative Mutter ein Rhesus positives Kind, ist das in der ersten Schwangerschaft kein Problem. Allerdings gelangen während der Schwangerschaft (auch bei einem Abbruch oder einer Fehlgeburt) kleine Mengen des kindlichen Blutes in Ihren Blutkreislauf. Ihr Körper stuft diese Zellen als fremd ein und bildet Antikörper. In einer Folgeschwangerschaft können diese Antikörper dafür sorgen, dass sich die roten Blutkörperchen beim Kind abbauen. Ärzte beugen dem vor, indem Ihnen im Falle von Antikörpern eine „Anti-D-Prophylaxe“ gespritzt wird, die dafür sorgt, dass Sie keine Antikörper produzieren.

Ihr Körper in der 25. Schwangerschaftswoche

Körper der Mutter in der fünfundzwanzigsten Schwangerschaftswoche

Körper der Mutter in der fünfundzwanzigsten Schwangerschaftswoche

Ihre Hände sind empfindlich, gerötet und fangen an zu jucken? Die Kombination der verbesserten Durchblutung mit dem Hormon Östrogen ist dafür verantwortlich. Vermeiden Sie zu heißes Wasser, den Kontakt mit aggressiven Putzmitteln und stark parfümierten Cremes. Die Fruchtwassermenge erhöht sich. Der Bauch wächst daher nicht nur aufgrund Ihres Babys. Zudem erneuert sich die Fruchtwassermenge im Zweistundentakt. Unterstützen Sie diesen Vorgang, indem Sie viel trinken. Sie fangen ebenfalls an Fettpolster zu bilden. Ihr Körper legt diese in weiser Voraussicht als Reserve für die Stillzeit an, damit Sie genug Energie haben, Ihr Baby optimal zu versorgen. Bei vielen Frauen bilden sich jetzt Ödeme. Für diese Wassereinlagerungen zeichnet sich das gewebeauflockernde Hormon Progesteron verantwortlich. Legen Sie Ringe ab, damit nichts einschneidet und tragen Sie weite und bequeme Kleidung. Manchen Frauen passen nun auch ihre Schuhe nicht mehr. Auch hier gilt: Viel trinken, denn das schwemmt die Flüssigkeit aus, die sich im Gewebe angesammelt hat.

Das ist wichtig in der 25. Schwangerschaftswoche

Verwöhnprogramm: Auf Sie kommen bewegte Zeiten zu und an manchen Tagen werden Sie vielleicht Probleme haben, es überhaupt unter die Dusche zu schaffen. Nehmen Sie sich vor der Geburt zwischendurch immer wieder einmal einen Tag, an dem Sie sich ausschließlich auf sich selbst konzentrieren. Legen Sie einen Tag im Spa ein, gehen Sie zum Friseur oder zur Kosmetikerin.

Geschwisterkinder: Sie haben bereits ein Kind? Lassen Sie es nicht außen vor, damit Eifersucht unter Geschwistern kein Thema wird. Beziehen Sie Ihr älteres Kind in die Kommunikation mit dem Baby ein und lassen Sie es Ihren Bauch fühlen und streicheln.

Fieber: Fast jede Frau wird in der Schwangerschaft von einem grippalen Infekt heimgesucht. Hohes Fieber über mehrere Tage kann allerdings vorzeitige Wehen auslösen. Gehen Sie zeitig zum Arzt.

 

Bilder: © Sebastian Kaulitzki / Fotolia

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2019-08-20T10:47:41+00:00