17 SSW

17. SSW / 17. Schwangerschaftswoche: Das Baby spürt Ihre Berührungen

Ihr Baby verbessert seine Koordination während der 17. Schwangerschaftswoche und turnt weiterhin wie ein Weltmeister. Sie selbst sollten auf Ihren Mineralienhaushalt achten und sich nicht den Nachtschlaf rauben lassen.

Die Entwicklung Ihres Babys in der 17. Schwangerschaftswoche

Das Baby im Bauch in der siebzehnten Schwangerschaftswoche

Das Baby im Bauch in der siebzehnten Schwangerschaftswoche

Die Größe Ihres Kindes lässt sich in dieser Schwangerschaftswoche am besten mit einer kleinen Apfelsine beschreiben. Es wiegt etwa 140 bis 150 Gramm und ist 13 bis 15 Zentimeter groß. Wie schon in der Woche zuvor ist Ihr Baby sehr aktiv und nutzt alle Möglichkeiten zur Bewegung aus. Es streckt sich, strampelt und rollte sich dann wieder zusammen. Arme und Beine können unabhängig voneinander koordiniert werden. Diese Freiheit braucht es, denn in den kommenden Wochen wird es deutlich enger im Bauch. Seine Geschmacksnerven sind zwar vorhanden, doch die Verbindungen ins Gehirn sind noch nicht ausgeprägt genug, um das Fruchtwasser, das permanent geschluckt wird, zu schmecken. Dafür ist der Tastsinn umso ausgeprägter und im Spiel mit der Nabelschnur wird davon eifrig Gebrauch gemacht. Die Atembewegungen nehmen zu, um die Lungenreife voranzutreiben. Bis zur 26. Woche wird daran auf Hochtouren gearbeitet. Bei jeder Atembewegung stößt Ihr Baby eine Flüssigkeit aus der Lunge heraus, wodurch es lernt, seinen Brustkorb anzuheben und zu senken. Das Fettgewebe der Unterhaut vermehrt sich und sorgt dafür, dass Ihr Kind Energie ansammelt, die es in den kommenden Wochen für seine rasante Gewichtszunahme brauchen wird. Im Moment ist Ihr Baby nicht in der Lage, seine Körpertemperatur zu regulieren. Das Fruchtwasser übernimmt die Schutzfunktion. Daher sollten Sie sich auch an die alte Empfehlung, nicht zu heiß zu baden, halten. Das Gehör prägt sich weiter aus und Ihr Baby kann sich bei lauten Geräuschen zu erschrecken. Wenn Sie bereits die Kindesbewegungen spüren, bemerken Sie vielleicht, wie Ihr Kleines dann einen Satz macht. Eine negative Auswirkung hat das nicht, schenken Sie also dem alten Ammenmärchen, dass eine Schwangere sich nicht erschrecken dürfe, keinen Glauben. Außerdem entsteht in dieser Schwangerschaftswoche das Immunsystem Ihres Kindes und die Knochen werden härter und somit stabiler. Erwarten Sie Zwillinge, bemerken Sie bereits relativ starke Kindesbewegungen. Die Kleinen kommunizieren auch bei getrennten Fruchtblasen eifrig miteinander – durch Berührungen.

Ultraschall und andere Untersuchungen in der 17. Schwangerschaftswoche

Wird bei Ihnen in der 17. Schwangerschaftswoche ein Ultraschall durchgeführt, können Sie unter Umständen Ihr Kind beim Daumenlutschen oder dem Spiel mit der Nabelschnur beobachten. Das hat den Hintergrund, dass der zum Überleben wichtige Saug- und Greifreflex trainiert werden muss. Über die Bauchdecke spürt das Kind Ihre Berührungen. Das ermöglicht Ihnen eine noch intensivere Kommunikation miteinander. Der Herzschlag Ihres Babys ist in dieser Schwangerschaftswoche bereits so stark, dass der Frauenarzt ihn mit einem Stethoskop abhören kann. Durch die wachsende Gebärmutter kann es bei Ihnen noch immer zu unangenehmen Dehnungsschmerzen in der Leistengegend kommen. Ihr Arzt sollte abklären, ob es die Beschwerden einen harmlosen Hintergrund haben. Regelmäßig wird auch Ihr Eisenwert überprüft, der für die Blutbildung wichtig ist. Ist der Eisenspiegel zu niedrig, wird der Gynäkologe Ihnen Tabletten verschreiben. Sie haben noch knapp vier Wochen bis zur nächsten großen Vorsorgeuntersuchung Zeit. Manche Frauen, die ihr Kind noch nicht spüren, sorgen sich. Wollen Sie die Zeit bis zum nächsten Ultraschall nicht abwarten, vereinbaren Sie vorher einen Termin und schildern dem Arzt Ihre Bedenken.

Ihr Körper in der 17. Schwangerschaftswoche

Der Bauch der Mutter in der siebzehnten Schwangerschaftswoche

Der Bauch der Mutter in der siebzehnten Schwangerschaftswoche

Viele beschreiben die Zeit um die 17. Schwangerschaftswoche als die schönste Phase der Schwangerschaft. Der Bauch ist zwar sichtbar, doch sind Sie noch nicht in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Durch die bessere Durchblutung des Intimbereichs haben Schwangere oft ein gesteigertes Bedürfnis nach Sex. Dieser Lust dürfen Sie nachgehen. Es spricht nichts gegen ausgedehnte Zweisamkeit mit dem Partner bei einer komplikationslosen Schwangerschaft. Ein weiterer positiver Effekt dieser Phase ist, dass die Nägel gesünder und kräftiger erscheinen und auch der Haarausfall gehört nun bei vielen der Vergangenheit an. Andere bemerken hingegen braune oder dunkle Flecken im Gesicht. Verantwortlich dafür ist eine gesteigerte Melaninproduktion, die diese sogenannte „Schwangerschaftsmaske“(Chloasma) verursacht. Nach der Geburt hat sich das Problem wieder erledigt. Durch das Dehnen der Mutterbänder kann es zu verstärkten Rückenschmerzen kommen. Auch Bänder und Sehnen sind durch die Hormonumstellung weicher geworden – seien Sie daher beim Sport vorsichtig!

Das ist wichtig in der 17. Schwangerschaftswoche

Mineralien: Ihr Körper benötigt neben Eisen noch weitere Mineralstoffe und Spurenelemente. Je weiter Ihre Schwangerschaft fortschreitet, desto schneller kommen Sie ins Schwitzen. Achten Sie auch eine ausreichende Versorgung mit Jod, Kalzium und Magnesium. Einen Magnesiummangel bemerken Sie an schwangerschaftstypischen nächtlichen Wadenkrämpfen.

Krampfadern: In der Schwangerschaft bilden sich bei vielen Frauen Besenreiser und Krampfadern. Meiden Sie langes Stehen, legen Sie öfter die Beine hoch und schaffen Sie sich schon jetzt ein großes Stillkissen an – das hilft Ihnen bei wachsendem Bauch auch, eine gute Schlafposition zu finden.

Alpträume: Um diesen Zeitpunkt der Schwangerschaft kommt es bei vielen Frauen nicht nur zu einem unruhigen Nachtschlaf, sondern auch zu Angstträumen. Hier geht es weniger um konkrete Bedrohungen als darum, aufkommende Ängste bezüglich Ihrer neuen Rolle als Mutter zu verarbeiten. Schuld daran sind wieder einmal die Hormonschwankungen. Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder einer Freundin darüber, was Sie bedrückt.

 

Bilder: © Sebastian Kaulitzki / Fotolia

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2019-08-20T10:32:59+00:00