1 SSW

1. SSW / erste Schwangerschaftswoche:
Wissenswertes zum Beginn

In der ersten Schwangerschaftswoche liegt tatsächlich noch keine Schwangerschaft vor. Dennoch finden wichtige Prozesse im weiblichen Körper statt, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Zudem kann die Zeit genutzt werden, um den Organismus vorzubereiten.

Schwangerschaftswochen
© Kristin Gründler / Fotolia

1. SSW – Eine rechnerische Größe

Dass in der ersten Schwangerschaftswoche noch keine Schwangerschaft besteht, wirkt zunächst verwirrend. Es handelt sich dabei jedoch um eine sinnvolle rechnerische Größe. Denn der Zeitpunkt des Eisprungs und der Befruchtung der Eizelle ist meist nicht genau feststellbar.

Was jedoch bekannt ist, ist der erste Tag der letzten Regelblutung. Dieser wird auch als erster Tag der ersten Schwangerschaftswoche genutzt. Von hier an werden 40 Wochen gerechnet, um das Geburtsdatum zu bestimmen. Durch die Untersuchungen zur Entwicklung des Embryos und Fetus sowie die hormonellen Veränderungen kann der Geburtstermin später noch angepasst werden.

Regelblutung in der ersten Schwangerschaftswoche

In der ersten Schwangerschaftswoche findet also noch die Regelblutung statt. Hierbei wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, in die sich keine befruchtete Eizelle eingenistet hat.

Abhängig von der Länge der Regelblutung kann bereits in der 1. SSW erneut der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beginnen. Der Körper stellt sich von neuem darauf ein, dass sich eine befruchtete Eizelle in dieser stark durchbluteten Schleimhaut einnisten kann.

Zugleich können Frauen mit Kinderwunsch auch selbst einiges unternehmen, um optimale Voraussetzungen für die Schwangerschaft und die Entwicklung ihres Kindes zu schaffen.

Den Körper auf eine Schwangerschaft vorbereiten

Bei bestehendem Kinderwunsch sollte der erste Tag jeder Menstruation als der Beginn einer potentiellen Schwangerschaft beziehungsweise als erste Schwangerschaftswoche verstanden werden. Um die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, sollten Frauen bereits in dieser Zeit einige Punkte beachten.

Bei diesen handelt es sich unter anderem um:

Verzicht auf schädliche Substanzen:
Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden. Auch der Konsum von Koffein sollte möglichst jetzt schon eingeschränkt werden. Vor der Einnahme oder Anwendung von Medikamenten – auch, wenn es sich dabei und Naturheilmittel handelt – sollte ein Arzt konsultiert werden.

Schwangerschaftsvitamine:
Während der Schwangerschaft benötigt der Körper für eine gesunde Entwicklung größere Mengen einiger Mikronährstoffe, wie Vitamine und Mineralien. Um die körpereigenen Depots aufzufüllen und eine eventuell bestehende Unterversorgung auszugleichen beziehungsweise zu verhindern, sollten Schwangerschaftsvitamine eingenommen werden. Entscheidend ist vor allem Folsäure. Hiervon sollten laut älterer Empfehlungen wenigstens 400 Mikrogramm zusätzlich zur Ernährung zugeführt werden. Diese stellte sich aber gerade bei der Einnahme kurz vor der Empfängnis als unzureichend heraus. Besser sind daher 800 Mikrogramm.

Gesunde Ernährung:
Schwangerschaftsvitamine sind eine wichtige Ergänzung, die das Risiko für Fehlbildungen reduzieren können. Dennoch stellen sie keinen Ersatz für eine ausgewogene Ernährung dar, sondern ergänzen diese lediglich. Viel Gemüse, Obst und Vollkorn sind eine gute Basis. Wer auf tierische Produkte verzichtet oder unter einer Unverträglichkeit leidet, sollte sich über einen geeigneten Ersatz informieren oder beraten lassen. Wichtig ist auch, die Versorgung durch Blutuntersuchungen kontrollieren zu lassen.

Ein insgesamt gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung, Entspannung und Schlaf ist ebenfalls wichtig für den optimalen Beginn einer Schwangerschaft.

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2019-08-20T10:23:05+00:00