So lange bin ich schwanger – Schwangerschaft berechnen

//So lange bin ich schwanger – Schwangerschaft berechnen
So lange bin ich schwanger – Schwangerschaft berechnen 2019-03-12T12:31:28+00:00

So lange bin ich schwanger – Schwangerschaft berechnen

9 Monate, 10 Monate, 40 Wochen – wie lange dauert die Schwangerschaft denn nun und wie lässt sich der Geburtstermin berechnen? Antworten auf diese Fragen und mehr wissenswerte Tipps gibt es im Folgenden

schwangere Frau mit Babyschuhen

Dauer der Schwangerschaft

Sind Frauen neun oder zehn Monate schwanger? Im Volksmund dauert die Schwangerschaft neun Monate. Medizinisch betrachtet jedoch zehn Monate beziehungsweise 40 Wochen. Was stimmt also?

Im Prinzip ist beides nicht ganz korrekt aber auch nicht gänzlich falsch. Die menschliche Schwangerschaft dauert biologisch im Durchschnitt 38 Wochen. Also 9,5 Monate. Da es dabei Schwankungen geben kann, sind weder 36 Wochen noch 40 Wochen ungewöhnlich.

Dennoch werden als medizinischer Standard 40 Wochen angegeben. Das liegt allerdings hauptsächlich an der Art der Berechnung.

Empfängnis berechnen

Der Zeitpunkt der Empfängnis lässt sich nur schwer berechnen. Auch wenn es während eines Zykluses nur zu wenige Geschlechtsverkehr kam, ist eine genaue individuelle Berechnung kaum möglich. Denn:

  • der Zyklus und damit auch der Zeitpunkt des Eisprungs unterliegt Schwankungen
  • Spermien können mehrere Tage im weiblichen Körper überleben
  • es finden sich verschiedene Berechnungsmethoden zur Dauer der Schwangerschaft

Medizinisch wird daher nicht das Datum der Empfängnis berechnet, sondern der Termin der letzten Monatsblutung als Orientierung hinzugezogen.

So wird der Geburtstermin berechnet – Beispielrechnung und Hilfen

Wenn der Schwangerschaftstest endlich positiv ist, ist das für viele eine frohe Nachricht. Doch wann ist mit dem neuen Erdenbürger zu rechnen?

Um einen möglichst genauen Termin auszurechnen, benutzen Ärzte die 40 Wochen als Orientierung. Dabei wird vom ersten Tag der letzten Periode als Startdatum ausgegangen. Zur Berechnung wird hierfür die sog. „Naegele Regel“ als Formel herangezogen.

Diese lautet bei einer Standard-Zykluslänge von 28 Tagen:

Geburtstermin = 1. Tag der letzten Blutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr

Bei einer abweichenden Zykluslänge wird diese Formel entsprechend erweitert und lautet dann:

Geburtstermin = 1. Tag der letzten Blutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr +/- Abweichung in Tagen

Gehen wir also davon aus, dass die letzte Menstruation am 15. des Monats begann. Obwohl eine Empfängnis beziehungsweise Befruchtung zu diesem Zeitpunkt nicht möglich ist, wird dieser Tag als Start der Schwangerschaft betrachtet. Die Schwangerschaft beginnt also rein rechnerisch, bevor die Eizelle befruchtet wurde. Die Befruchtung findet statistisch betrachtet zwei Wochen später statt, wenn es zum Eisprung kommt.

Um das Geburtsdatum dennoch möglichst genau zu bestimmen, wird die rechnerische Dauer auf 40 Wochen erhöht. Immer noch unklar? Die folgende Beispielrechnung kann Licht ins Dunkel bringen:

  • Eine Frau bemerkt am 17.03., dass ihre Periode ausbleibt und führt einen Schwangerschaftstest durch. Dieser fällt positiv aus.
  • Beim Arztbesuch wird nach dem ersten Tag der letzten Periode gefragt. Dieser war der 15.02.
  • Der 15.02. gilt damit als erster Tag der Schwangerschaft. Auch wenn die Empfängnis, also die Befruchtung der Eizelle rechnerisch erst zwei Wochen später stattfand.
  • Hiermit ergibt sich eine rechnerische Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen, obwohl die biologische Dauer im Durchschnitt bei lediglich 38 Wochen liegt.

Gehen wir davon aus, dass die Frau eine Zykluslänge von 28 Tagen lautet die Formel also:

Geburtstermin = 15.02.2019 + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr
Geburtstermin = 22.02.2019 – 3 Monate + 1 Jahr
Geburtstermin = 22.11.2018 + 1 Jahr
Geburtstermin = 22.11.2019

Sinnvolle Hilfen zur Berechnung sind unter anderem

  • Menstruationskalender
  • Ovulationstests
  • Vermerken des Geschlechtsverkehrs

Wie kommen Ungenauigkeiten bei der Schwangerschaftsberechnung zustande?

Die Schwangerschaft ist ein biologischer aber auch ein individueller Prozess. Einzelne Entwicklungsschritte folgen zwar einem Plan, lassen sich jedoch nicht auf Minute und Tag fixieren.

Hinzukommt, dass sich die Befruchtung ebenfalls nicht genau bestimmen lässt. Spermien können bis zu fünf Tage überleben. Ungeschützter Geschlechtsverkehr fünf Tage vor dem Eisprung können also bereits in den ersten Momenten des Eisprungs zu einer Schwangerschaft führen.

Wie kann ich die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen

Ungeschützter Geschlechtsverkehr vor dem Eisprung kann die Chancen erhöhen, eine gewollte Schwangerschaft herbeizuführen. Stellt sich diese nicht ein, sollten ausführliche Untersuchungen stattfinden, um gesundheitliche Probleme auszuschließen oder zu behandeln.

Bei bestehendem Kinderwunsch ist es zudem empfehlenswert, nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern auch eventuell vorhandene Mangelerscheinungen überprüfen und behandeln zu lassen. Diese können sowohl auf mütterlicher als auch auf väterlicher Seite auftreten.