Zink in der Schwangerschaft

Zink in der Schwangerschaft

Warum ist Zink in der Schwangerschaft wichtig?

Die Schwangerschaft ist eine Herausforderung an den Körper. Mit einer ausgewogenen Ernährung und der richtigen Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind Sie und Ihr Baby auf der sicheren Seite. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Spurenelement Zink. Gerade in der Schwangerschaft steigt sein Bedarf stark an.

Rindfleisch ist ein guter Zinklieferant, auch in der Schwangerschaft

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Zink?
Der Bedarf an Zink in der Schwangerschaft
Schnelles Zellwachstum in der Schwangerschaft und Zink
Bereits vor der Schwangerschaft: Zink ist wichtig!
Zink in der Nahrung und als Nahrungsergänzung
Zinkmangel feststellen und behandeln

Was ist Zink?

Zink gehört wie Eisen oder andere Elemente zu den wichtigsten Spurenelementen für den Stoffwechsel. Für die Bildung von Hormonen und für ein gesundes Immunsystem ist Zink unverzichtbar. Es ist auch ein wichtiger Bestandteil, der für das Zellwachstum und den Aufbau der Erbsubstanz verantwortlich ist. Des Weiteren braucht der Körper Zink für die Blutbildung und den Blutkreislauf.

Der Bedarf an Zink in der Schwangerschaft

Eine ausreichende Versorgung an Zink ist immer wichtig, doch während der Schwangerschaft und Stillzeit steigt auch der Bedarf an Zink an. Für erwachsene Personen gilt eine Empfehlung von 9 Milligramm am Tag. Schwangere Frauen sollten 11 mg pro Tag zu sich nehmen. Für sehr junge Frauen, die unter 18 Jahren schwanger werden, raten Experten zu einer Zinkaufnahme von 13 mg pro Tag. In der Stillzeit ist der Bedarf ebenfalls höher: Mit 12 mg Zink pro Tag gelingt eine gute Versorgung.

Schnelles Zellwachstum in der Schwangerschaft und Zink

Vom ersten Tag der Schwangerschaft an startet in ihrem Körper ein faszinierender Prozess. Die laufende Zellteilung ist eine Höchstleistung – und Zink ist maßgeblich daran beteiligt, wenn neues Leben entsteht. Liegt allerdings ein Zinkmangel vor, kann es zu einer Verzögerung kommen.

Mögliche Folgen eines Zinkmangels

  • Die Entwicklung des kindlichen Nervensystems kann beeinträchtigt werden.
  • Das Geburtsgewicht ist eventuell niedriger.
  • Das Risiko für eine Frühgeburt ist höher.
  • Neugeborene können eine höhere Anfälligkeit für Infektionen haben.

Bereits vor der Schwangerschaft: Zink ist wichtig!

Die guten Eigenschaften des Spurenelements Zink zeigen sich in vielen Bereichen. Der Geruchs- und der Geschmackssinn werden wesentlich davon beeinflusst. Die Haut, die Nägel und das Haarwachstum profitieren von einer ausgewogenen Zinkversorgung. Nachdem Zink ganz allgemein das Wachstum anregt, ist es nicht verwunderlich, dass es auch bei der Entwicklung der Eizellen und bei der Spermaproduktion eine Rolle spielt. Wenn Sie schwanger werden möchten und es klappt nicht, dann könnte zu wenig Zink eine der möglichen Ursachen sein. Zink spielt bei der Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen eine wichtige Rolle. Aber auch dann, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, bleibt Zink einer der Hauptlieferanten für eine gesunde Entwicklung des Babys und für Ihr Wohlbefinden.

Zink in der Nahrung

Zink kommt in vielen Lebensmitteln vor. Wenn Sie sich ausgewogen, vollwertig und gesund ernähren, ist die Gefahr eines Mangels nicht besonders hoch. Trotzdem: Der Körper verbraucht während einer Schwangerschaft mehr Zink. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, sollte besonders auf den Zinkhaushalt achten. Fleisch, vor allem rotes Fleisch, ist ein Hauptlieferant. Verzichten Sie komplett auf Fleisch, muss die Zinkzufuhr in jedem Fall ausgeglichen werden.

Lebensmittel, die viel Zink enthalten

  • Fleisch, besonders Rindfleisch mit 5 Milligramm pro 100 Gramm
  • Käse, zum Beispiel Emmentaler (5,8 mg/100 g) und Gouda (4,3 mg/100 g)
  • Getreide, Linsen, Haferflocken
  • Beerenfrüchte

Zinkmangel feststellen und behandeln

Wie es um Ihren Zinkspiegel bestellt ist, zeigt Ihnen zunächst Ihr eigenes Wohlbefinden. Sind Sie besonders anfällig für Infektionen, stellen Sie Veränderungen an der Haut oder an den Haaren fest? Dann könnte ein Zinkmangel vorliegen. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss. In der Schwangerschaft werden Eisen und Folsäure meist standardmäßig verabreicht, bei Zink fehlt eine solche Grundversorgung. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an und bitten Sie ihn, bei der nächsten Laboruntersuchung den Zinkgehalt zu testen.

Mit einer guten Ernährung können Sie viel tun, sinnvoll sind bei einem Zinkmangel auch Nahrungsergänzungsmittel. Doch Vorsicht: Bei einer Überdosierung kann es zum gegenteiligen Effekt kommen. Das Immunsystem wird schwächer und anfälliger. Zu viel Zink kann zu Wechselwirkungen mit anderen Spurenelementen führen. Kupfer wird beispielsweise nicht mehr in einer ausreichenden Menge aufgenommen, wenn der Zinkspiegel zu hoch ist. Die Blutbildung kann ebenfalls unter einer zu hohen Zinkversorgung leiden. Deshalb ist die Eigenbehandlung mit Vorsicht zu betrachten. Besser ist immer eine konkrete Maßnahme nach ärztlichem Rat, damit Ihr Baby die besten Chancen hat.

 

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2019-08-21T07:17:33+00:00