Vitamin A in der Schwangerschaft

Vitamin A in der Schwangerschaft 2018-05-16T09:23:21+00:00

Die Bedeutung von Vitamin A in der Schwangerschaft

Vitamin A umfasst eine Vielzahl an chemischen Verbindungen mit ähnlicher Wirkung im menschlichen Organismus. Das wohl bekannteste Vitamin A ist Retinol. Darüber hinaus gibt es Vorstufen, die sogenannten Provitamine, die vom Körper wiederum in Vitamin A umgewandelt werden, wie beispielsweise das Beta-Carotin (Provitamin A).

Vitamin A in der Schwangerschaft
Bildnachweis: © Ivan Kruk / Fotolia

Beta-Carotin- Vorreiter von Vitamin A

Das so genannte Beta-Carotin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide, die den Pflanzen ihre gelblichen bis rötlichen Farben verleihen.
Daher sind sie auch in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten, etwa in:

  • Aprikosen
  • Pfirsichen
  • Karotten
  • roter Paprika
  • Brokkoli
  • Salat
  • Hokkaido-Kürbis
  • Tomaten oder
  • Spinat

Bis heute kennt die Wissenschaft mehr als 600 verschiedene Beta-Carotin-haltige Obst- und Gemüsesorten. Als ihr bekanntester Vertreter ist das Beta-Carotin, wie der Name bereits vermuten lässt, vor allem in Karotten in großen Mengen vertreten. Doch es gibt noch weitere Beta-Carotin-haltige Lebensmittel (Anteil je 100 Gramm):

1. Gemüse:

Karotten: 9,5 mg
Kohl, gekocht: 5,0 mg
Spinat, gekocht: 4,8 mg
Rote Paprika: 2,1 mg

2. Obst:

Marillen, getrocknet: 3,6 mg
Kakis: 1,6 mg
Mangos: 1,2 mg

Vitamin A: Wichtiger Baustein für Sehkraft und Zellabwehr

Die Provitamine wie das Beta-Carotin werden im Körper zu Vitamin A umgewandelt, einer Substanz, die für den menschlichen Organismus von großer Bedeutung ist. Zu wichtigsten Aufgaben von Vitamin A gehören:

  • Beitrag zur Zellspezialisierung
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Erhaltung der normalen Sehkraft
  • Beitrag zum Energiestoffwechsel
  • Erhaltung der Schleimhäute
  • Erhaltung normaler Haut

Aus diesem Grund sollten Sie, vor allem im Rahmen der Schwangerschaft, stets auf eine ausreichende Versorgung mit dem wertvollen Vitamin achten.

Vitamin A-Lieferanten

Zu den bedeutendsten Vitamin-A-Lieferanten gehören tierische Lebensmittel. Bereits eine kleine Portion Leber enthält ein Vielfaches der empfohlenen Tagesration. Doch auch Fisch, Eigelb, Milch, Käse und Butter sind besonders reich an Vitamin A. Es sollte beachtet werden, dass Carotinoide licht- und sauerstofflabil sind, was eine Senkung des Vitamin A-Gehaltes bei der Zubereitung der Lebensmittel bedeutet. Um den Nährstoff für den Körper besser verfügbar zu machen, sollten Sie Gemüsesorten zugleich mit einer geringen Menge an Fett (z.B. Öl) konsumieren.

Symptome bei Vitamin-A-Mangel (Hypovitaminose)

Aufgrund seiner Auswirkungen auf die Sehleistung und die Augengesundheit, können Sehstörungen, Nachtblindheit oder trockene Augen auf einen Mangel an Vitamin A hindeuten. Aber auch ein trockenes Hautbild kann ein Anzeichen für einen knappen Vitamin-A-Haushalt sein. Dauert die Unterversorgung mit Vitamin A über einen längeren Zeitraum an, macht sich dies unter Umständen durch eine steigende Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege bemerkbar.

Bedeutung von Vitamin A für Schwangerschaft und Geburt

Bereits zu Beginn der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A, das eine entscheidende Rolle bei der Zellspezialisierung spielt, von enormer Bedeutung. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf steigt der Bedarf noch weiter an, weswegen Sie während der gesamten Schwangerschaft, eine ausreichende Menge des wertvollen Vitamins zu sich nehmen sollten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät daher Frauen ab dem 4. Schwangerschaftsmonat zu einer Tagesdosis von 1,1 mg. Bei stillenden Müttern sind es sogar 1,5 mg. Den Ergebnissen der nationalen Verzehrstudie zur Folge sind ca. 10 % der Frauen in Deutschland bereits unter „normalen“ Umständen mit Vitamin A (bzw. Retinol) unterversorgt. Daher kann während der Schwangerschaft eine zusätzliche Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein, um den Mehrbedarf an Vitamin A abzudecken und Mangelerscheinungen effektiv vorzubeugen.

Überdosierung in der Schwangerschaft vermeiden

Während sich eine Überversorgung mit Vitamin A unter normalen Gegebenheiten lediglich in Form von Übelkeit und Kopfschmerzen äußert, sollten Schwangere eine Überdosierung vermeiden, da eine Vitamin A Überdosierung fruchtschädigende Wirkungen hat. Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurde ein Richtwert von 3000 (3mg) Mikrogramm als sichere Tageshöchstgrenze festgelegt. Um mögliche gesundheitliche Risiken zu minimieren, sollte daher während der Schwangerschaft auf den Konsum von Leber und Leberprodukten (z.B. Leberwurst oder -pastete) verzichtet werden, da schon eine Portion Leber (ca. 125g) die empfohlene Menge an Vitamin A um ein 5-10 -faches überschreitet. Vitamin A ist ein natürlicher lebensnotwendiger Nährstoff, der in der Leber gespeichert wird. Aus diesem Grund weist die Leber hohe Vitamin-A-Gehalte auf und nimmt damit unter allen Lebensmitteln eine Sonderstellung ein. Durch den Verzehr anderer Lebensmittel und durch vorschriftsmäßig dosierte Multivitaminpräparate während Kinderwunsch und Schwangerschaft sind Überschreitungen der sicheren Vitamin-A-Mengen hingegen nicht zu befürchten. Schwangerschaftspräparate wie z.B. Elevit gewährleisten eine verlässliche Versorgung mit Vitamin A, ohne dabei die täglich empfohlene Menge zu überschreiten.

Mit freundlicher Unterstützung von Bayer

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