Honig in der Schwangerschaft

Honig in der Schwangerschaft 2018-05-15T12:14:35+00:00

Honig in der Schwangerschaft

Immer wieder hört und liest man, dass Honig für Babys gefährlich sein könnte. Gilt das auch für die Schwangerschaft? Nicht immer ist schwangeren Frauen bewusst, welche Lebensmittel für sie erlaubt sind und welche nicht. Immerhin ist die Liste der „verbotenen Früchte“ gefühlt endlos – angefangen bei Alkohol und Koffein bis hin zu rohen Tierprodukten, wie Salami, Rohmilchkäse oder weichgekochte Eier. Doch wie sieht es mit Honig in der Schwangerschaft aus?

Honig in der Schwangerschaft
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Darf ich Honig in der Schwangerschaft essen?

Darauf gibt es eine klare Antwort: Ja! Honig ist ein Produkt aus der Natur und ist frei von jeglichen Zusatzstoffen.

Gerüchte, dass Honig Listeriosen enthalte, kann abgewiesen werden. Listeriosen kommen, wenn überhaupt, in tierischen Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten, in Wurst oder geräuchertem Fisch vor. Auch Toxoplasmose-Bakerien sind nicht in Honig enthalten. Sie werden nur vom Tier zu Mensch übertragen.

Das Bakterium „Clostridium botulinum“ ist die Ursache dafür, warum es heißt, dass Babys keinen Honig essen sollen. Werden vom Baby Sporen des Bakteriums aufgenommen, kann es zu Säuglingsbotulismus, einer Form der Lebensmittelvergiftung, führen. Die Sporen keimen im Darmtrakt aus, wo es zur Toxinproduktion kommt. Die Folgen wären zunächst Beeinträchtigungen des Hörens, Sehens und Sprechens und später zur Lähmung motorischer Nerven, was schließlich auch zur Lähmung der Atemmuskulatur und damit zum Herzstillstand führen kann. Fakt ist aber auch, dass Clostridium botulinum nicht natürlich in Honig vorkommt. Erst durch die industrielle Produktion besteht die Gefahr, dass entsprechende Sporen enthalten sein können. Reiner, natürlicher Honig, der nicht industriell hergestellt wurde, bedeutet damit eigentlich auch keine Gefahr, wenn Babys ihn essen.

Als Schwangere brauchen Sie sich daher überhaupt keine Sorgen machen. Honig ist antibakteriell und seit Jahrhunderten als Heilmittel bekannt. Dank einer ganz besonderen chemischen Struktur kann er jahrelang aufbewahrt werden, ohne dass er verdirbt. Aus diesem Grund sammeln sich hier auch keine Bakterien an, die Ihnen oder dem ungeborenen Kind schaden könnten. Daher dürfen Sie also bedenkenlos Honig in der Schwangerschaft essen. Er ist nicht nur für Schwangere die bessere Alternative zu Zucker!

Honig, die Masse machts!

Der Appetit einer Schwangeren spielt zuweilen wirklich verrückt. Gerade die Lust an Süßem ist gefährlich, denn die Waage zeigt schnelle neu erworbene Pfunde an. Und nicht jedes neue Kilo geht so selbstverständlich nach der Geburt wieder weg. Daher gilt auch bei Honig: Die Masse macht’s. Denn auch er hat viele Kalorien. Bei der Wahl zwischen einer Tafel Schokolade oder etwas Honig, darf aber gern der Honig bevorzugt werden. Vor allem als Zuckerersatz eignet sich das natürliche Produkt optimal für eine ausgewogene und gesunde Ernährung in der Schwangerschaft. Ein naturbelassener Joghurt mit frischen Früchten und Honig ist die ideale Zwischenmahlzeit und versorgt Ihren Organismus mit jeder Menge an Mineralstoffen und Vitaminen.

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