Fisch in der Schwangerschaft

Fisch in der Schwangerschaft

Fisch in der Schwangerschaft – Gesund für Mutter und Kind

Wegen seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren ist Fisch sehr gesund. Auch als Schwangere dürfen Sie bei frischem Fisch zugreifen und sich satt essen. Die wertvollen Inhaltsstoffe sind gut für Ihre Gesundheit, steigern Ihr Wohlbefinden und unterstützen die Entwicklung Ihres Kindes. Bei der Auswahl des Fisches sollten Sie allerdings genau hinsehen, denn nicht jede Sorte ist für Schwangere empfehlenswert. Einige Fischarten können Stoffe enthalten, die Ihrem Kind schaden und gehören daher nicht auf den Speiseplan.

Inhaltsverzeichnis:

Empfehlung für Schwangere: Zwei Portionen Fisch pro Woche
Roher Fisch: Müssen Schwangere auf Sushi & Co. verzichten?
Fett und gesund: Diese Fischarten sollten Schwangere essen
Gibt es Alternativen zu Fisch?

Empfehlung für Schwangere: Zwei Portionen Fisch pro Woche

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche zu essen. Grund dafür ist das ausgewogene Verhältnis gesunder Fettsäuren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen sollen. Für Schwangere gilt diese Empfehlung ebenfalls. Das in Meeresfischen enthaltene Jod sowie die Omega-3-Fettsäuren sind nicht nur gut für Ihre Gesundheit und stärken Ihren Körper für die noch bevorstehenden Herausforderungen. Sie tragen auch zur Entwicklung des kindlichen Gehirns bei und sind ein unverzichtbares Spurenelement für die Schilddrüse Ihres Kindes. Bei der Zubereitung des Fisches sollten Sie jedoch darauf achten, dass er gut durchgegart ist. Roher Fisch stellt ein potenzielles Risiko für Sie und Ihr ungeborenes Kind dar.

Lachsfilet - Fisch in der Schwangerschaft
© cattalin / Pixabay

Wie viel Thunfisch gilt während der Schwangerschaft als unbedenklich?

Eine unbedenkliche Menge Thunfisch gibt es nicht. Schon beim Verzehr kleinster Mengen gelangen geringe Dosen Methylquecksilber über den Blutkreislauf der Mutter zum Kind und können dieses nachhaltig schädigen. Deshalb sollten Sie zum Wohle Ihres Ungeborenen, aber auch wenn Sie stillen, gänzlich auf den Verzehr von Thunfisch verzichten. Das gilt übrigens für alle Varianten des beliebten Fisches wie Thunfischfilet, Thunfisch aus der Dose oder auch Sushi mit Thunfisch.

Roher Fisch: Müssen Schwangere auf Sushi & Co. verzichten?

Ob Sie während der Schwangerschaft bevorzugt Fleisch oder Fisch essen, für beides gilt: Verzehren Sie es nur frisch und gut durchgegart. Gründe dafür gibt es gleich mehrere: Zum einen ist die Gefahr einer durch Listerien ausgelösten Listeriose bei Mutter und Kind groß. Das überall in der Umwelt vorkommende Bakterium kann sich auch auf rohem Fisch befinden und wird erst beim Braten oder Kochen zuverlässig abgetötet. Dazu sollte die Kerntemperatur mindestens für zwei Minuten 70 Grad Celsius betragen. Zum anderen kann roher Frischfisch, der nicht ausreichend (bei mindestens -20 Grad Celsius) gekühlt wurde, Wurmeier enthalten. Infektionen mit beispielsweise Bandwürmern lassen sich während der Schwangerschaft nur schlecht behandeln, da zum Schutz des Kindes nicht alle Medikamente eingenommen werden dürfen.

Große Raubfische häufig mit Umweltgiften belastet

Einrichtungen wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) raten Schwangeren außerdem davon ab, große Mengen von Fischarten wie Thunfisch zu verzehren. Da diese großen Raubfische am oberen Ende der Nahrungskette stehen, sammeln sich in ihren Körpern mit den Jahren Umweltgifte wie Schwermetalle an, die Sie und Ihr ungeborenes Kind verzehren. Vor allem Quecksilber gilt als äußerst problematisch, da es in der Lage ist, die Bluthirnschranke und die Plazenta zu überwinden. In hohen Dosen kann das beim Ungeborenen zu Entwicklungsschäden führen. Gegen den gelegentlichen Verzehr von Thunfisch in einem Salat ist jedoch nichts einzuwenden. Schränken Sie neben Thunfisch auch den Konsum der folgenden Fischarten ein:

  • Hai
  • Hecht
  • Heilbutt
  • Kabeljau
  • Rotbarsch
  • Seeteufel
  • Steinbeißer

Keinen rohen Fisch und Vorsicht bei belasteten Fischarten

Am besten gehen Sie potenziellen Risiken von vornherein aus dem Weg, indem Sie während der Schwangerschaft generell auf rohen Fisch verzichten. Dazu zählen vor allem Sushi und Sashimi, aber auch Tatar vom Fisch sowie Kaviar. Auch geräucherte Fische wie Aal, Heilbutt und Schillerlocke sollten Sie während der neun Monate Ihrer Schwangerschaft Ihrem Kind zuliebe vom Speiseplan streichen. Ebenfalls ungünstig sind vakuumverpackte Fischsorten wie Räucherlachs. Hier liegt das Risiko unter anderem in der Verpackung selbst, die einen idealen Nährboden für Bakterien aller Art bietet. Schränken Sie außerdem den Verzehr von belasteten Raubfischen wie Thunfisch ein, halten Sie das Risiko für sich und Ihr Kind gering.

Sushi - Rohen Fisch in der Schwangerschaft sollten Sie meiden
© DesignNPrint / Pixabay

Fett und gesund: Diese Fischarten sollten Schwangere essen

Bei der Wahl der Fischsorten gilt während der Schwangerschaft das Motto: Umso fetter, desto besser! Denn gerade die Fettsäuren von Meeresfischen sind für Sie und die Entwicklung und Gesundheit Ihres Kindes wichtig. So zeigen Studien unter anderem, dass die tägliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft das Risiko für eine Frühgeburt drastisch senken kann. Die folgenden Fischarten sind reich an Fetten und anderen Nährstoffen wie Vitamin D und Zink:

  • Dorade
  • Forelle
  • Hering
  • Lachs
  • Makrele
  • Sardellen
  • Sardinen
  • Schellfisch
  • Scholle
  • Seelachs
  • Wolfsbarsch

Auch Fisch aus der Dose wie zum Beispiel Hering in Tomatensauce ist während der Schwangerschaft erlaubt. Der Inhalt ist bereits gut durchgegart und stellt für Sie und Ihr Kind kein Risiko dar.

Welche Alternativen gibt es zu Fisch?

Sie mögen keinen Fisch oder können seltener als ein- oder zweimal pro Woche Fisch essen? Wenn Sie sich ansonsten gesund und ausgewogen ernähren, nehmen Sie bereits ausreichende Mengen Omega-Fettsäuren über die Nahrung zu sich. Sie können die Aufnahme von Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) erhöhen, indem Sie täglich hochwertige Fischöl-Kapseln zu sich nehmen. Studien haben gezeigt, dass die Supplementierung von DHA und EPA positive Effekte auf die Gesundheit des Kindes haben können. Unter anderem kommt es bei den Kindern später seltener zu Asthma. Eine Möglichkeit der Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren für Veganerinnen bieten angereicherte Lebensmittel wie Margarine, hochwertige Öle wie Rapsöl und Leinöl sowie Avocado und Nüsse.

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2019-08-21T07:23:34+00:00