Medikamente bei Kinderwunsch

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Medikamente bei Kinderwunsch 2018-04-12T09:11:10+00:00

Stehen Medikamente dem Kinderwunsch im Weg?

Es gibt einige Faktoren, die einer Schwangerschaft im Wege stehen oder sie beeinträchtigen können. Allgemein gilt: Alles, was Ihrem Körper in irgendeiner Form schadet, kann auch eine Schwangerschaft verhindern oder zu Komplikationen führen, wohingegen eine gesunde Lebensführung eher positive Auswirkungen hat. Wie verhält es sich aber bei notwendigen Medikamenteneinnahmen? Medikamente sollen Krankheiten bekämpfen und somit letztendlich Ihren Gesundheitszustand positiv beeinflussen. Dennoch kann die Einnahme bestimmter Medikamente sich kontraproduktiv auf eine Schwangerschaft auswirken.

Medikamente einnehmen bei Kinderwunsch
Bildnachweis: © Volker Witt / Fotolia

Beeinträchtigung durch Medikamente

Einige Inhaltsstoffe in Medikamenten beeinträchtigen die Fruchtbarkeit und können so bereits im Vorfeld dem Ungeborenen schaden. Durch die Medikamenteneinnahme wird z.B. der Hormonhaushalt entweder derart beeinflusst, dass eine Befruchtung gar nicht erst zustande kommt, oder es besteht das Risiko einer Schädigung der Keimzellen oder die Entwicklung des Kindes wird beeinträchtigt. Das betrifft sowohl Männer als auch Frauen, die entsprechende Medikamente einnehmen. Idealerweise werden Arzneimittel, die die Schwangerschaft negativ beeinflussen daher bei Kinderwunsch vorzeitig abgesetzt. Der Körper benötigt anschließend noch einige Zeit, um sich zu „regenerieren“, eine sorgfältige Planung und Geduld können daher erforderlich sein.

Um welche Arzneimittel handelt es sich?

Ob und inwiefern ein Medikament Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft hat, hängt in erster Linie von den jeweiligen Wirkstoffen ab. Zu den Medikamenten, die Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben können, zählen Präparate folgender Medikamentengruppen:

  • Antidepressiva
  • Anabolika
  • Steroide
  • Antihistaminika
  • Rheumamittel
  • Neuroleptika
  • Anti-Pilzmittel (Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit beim Mann)
  • Blutdrucksenker (Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit beim Mann)
  • Medikamente der Krebstherapie

Gewisse Psychopharmaka, Anabolika, Antihistaminika und Steroide bergen sowohl Risiken hinsichtlich der Fruchtbarkeit als auch während der Schwangerschaft. Bei Männern kann die Erektionsfähigkeit und Spermienqualität außerdem durch die Einnahme von Blutdrucksenkern beeinträchtigt werden. Eine Krebstherapie geht möglicherweise mit keimschädigenden Substanzen einher, die zur Unfruchtbarkeit führen. Wenn Sie eines dieser Medikamente regelmäßig oder aktuell einnehmen und eine Schwangerschaft planen, lassen Sie sich von ihrem Arzt oder Apotheker über mögliche Auswirkungen auf die geplante Schwangerschaft beraten.

Bei Kinderwunsch ärztlichen Rat einholen

Idealerweise achten Sie bei einem bestehenden Kinderwunsch auf eine gesunde Lebensweise und verzichten, nach Rücksprache mit ihrem Arzt, auf die Einnahme von Medikamenten. Wenn Sie sich unsicher sind, was Ihre Medikation angeht, ist der beste Ansprechpartner Ihr behandelnder Arzt oder Apotheker. Er kann entscheiden, ob es Alternativen gibt, die eine Schwangerschaft dennoch ermöglichen und auch das Ungeborene nicht gefährden. Denn bestimmte Medikamente sollten auch nicht im Rahmen der Schwangerschaft abgesetzt werden. Ihr Arzt kann Ihnen bei Bedarf außerdem eine Beratungsstelle für Embryotoxikologie empfehlen, die unter anderem auf medikamentenbedingte Risiken für werdende Mütter und deren Kinder spezialisiert ist.

Mit freundlicher Unterstützung von Bayer

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