Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

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Mönchspfeffer bei Kinderwunsch 2018-06-06T10:11:58+00:00

Mönchspfeffer bei Kinderwunsch – so wirkt die Heilpflanze wirklich:

Woher hat der Mönchspfeffer seinen Namen? Und was genau hat es mit der Heilpflanze auf sich? Schon im Mittelalter kam Mönchspfeffer zum Einsatz. Seinerzeit war das Gewächs eher unter der Bezeichnung Keuschlamm bekannt. Warum Keuschlamm später auch Mönchspfeffer genannt wurde, liegt daran, dass die Früchte kleinen Pfefferschoten ähnlichsehen – so jedenfalls wird vermutet. Auch ihr Geschmack ist recht feurig und daher in etwa vergleichbar mit Pfeffer.

Mönchspfeffer Pflanze, hilfreich bei Kinderwunsch
Bildnachweis: © tunedin / Fotolia

Im Mittelalter wurde das Arzneimittel als Lustzügler angeboten und vor allem von Nonnen und Mönchen genutzt. Bei regelmäßiger Einnahme sollte es ihnen leichter fallen, ihrem Keuschheitsgelübde treu zu bleiben. Auch heute noch erinnert die lateinische Namensgebung des Mönchspfeffers an seine ursprüngliche Bedeutung. So lautet die Übersetzung von „Vitex agnus castus“ „keusches Lamm“. Heute hingegen kommt Mönchspfeffer weniger zur Anwendung, um die Keuschheit zu fördern, als vielmehr, um eine Schwangerschaft herbeizuführen.

Was ist Mönchspfeffer?

Beim Mönchspfeffer handelt es sich um eine vor allem in Asien und im Mittelmeerraum heimische Pflanze. Das Gewächs fällt durch seine herrlich duftenden Blüten ins Auge, in deren Kelchen winzige Früchte gedeihen. In getrockneter Form kamen diese Früchte bereits vor Jahrhunderten zum Einsatz – und haben in der Medizin auch heute noch einen recht hohen Stellenwert.

Die besonderen Wirkungsweisen des Mönchspfeffers

Mönchspfeffer wird eine den weiblichen Zyklus regulierende Eigenschaft nachgesagt. Auch Beschwerden oder Schmerzen während des Menstruationszyklus‘ können damit gelindert werden. Darüber hinaus nehmen viele Frauen Mönchspfeffer gerne in der Zeit vor ihrer Menopause ein. Eine ganz besondere Rolle spielt die Heilpflanze jedoch, wenn es um die gewünschte Herbeiführung einer Schwangerschaft geht.

Doch es sei gesagt: Eine 100prozentige Erfolgsgarantie gibt es aber auch bei der regelmäßigen Einnahme von Mönchspfeffer nicht. Immerhin gibt es unterschiedlichste Gründe dafür, dass der Kinderwunsch vorerst noch unerfüllt bleibt. Wenn es – in welcher Form auch immer – Zyklusbeschwerden gibt, dann kann die Anwendung von Mönchspfeffer jedoch durchaus hilfreich sein, um eine Schwangerschaft herbeizuführen. Mönchspfeffer zeichnet sich hauptsächlich durch seinen regulierenden Einfluss auf die Produktion bzw. die Ausschüttung weiblicher Hormone aus. Hierbei ist beispielsweise vom Progesteron und vom Prolaktin die Rede. Falls eine zu geringe Anzahl an Hormonen gebildet wird, ist meist ein unregelmäßiger Zyklusverlauf die Folge. Soll heißen: der Eisprung könnte sich verschieben oder vielleicht sogar gänzlich ausbleiben. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird. An dieser Stelle kann Mönchspfeffer sinnvoll sein, um die Hormonproduktion in positiver Weise zu beeinflussen und den weiblichen Zyklus wieder in einen regulären Verlauf zu bringen. Denn dies ist die wichtigste Voraussetzung für die Fruchtbarkeit der Frau.

Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

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Das weibliche Hormon Prolaktin kann die Zyklustätigkeit negativ beeinflussen. Prolaktin wird im Allgemeinen besonders während einer bereits bestehenden Schwangerschaft sowie während der Stillzeit ausgeschüttet. Es fördert die Milchbildung und trägt zum Wachstum der Brustdrüsen bei. Ist der Prolaktinwert insbesondere bei Nichtschwangeren zu hoch, kann sich dies auf die Fruchtbarkeit auswirken. Längst weiß man, dass Prolaktin oft das Ausbleiben des Eisprungs verursacht. Insofern bietet sich die Anwendung von Mönchspfeffer an, wenn es darum geht, die mit dem PMS (prämenstruelles Syndrom) einhergehenden Symptome zu lindern.

Mönchspfeffer ist nicht zuletzt für die Unterstützung der Gelbkörperhormonproduktion bekannt. Dieses Hormon wird unmittelbar nach dem Eisprung produziert und soll helfen, die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Produziert der weibliche Körper zu wenige Gelbkörperhormone, kann sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter einnisten. Die Frau kann folglich nicht schwanger werden. Durch den begünstigenden Effekt des Mönchspfeffers kann die Anwenderin aber die Wahrscheinlichkeit auf eine baldige Schwangerschaft erhöhen.

Die richtige Einnahme von Mönchspfeffer

Mönchspfeffer ist in Form von Tabletten, Kapseln und Dragees, aber auch als Tee erhältlich. Um von der vollen und nachhaltigen Wirksamkeit des jeweiligen Produktes zu profitieren, ist es wichtig, Mönchspfeffer über mehrere Monate hinweg einzunehmen. Auf das PMS wirkt sich die regelmäßige Anwendung des Präparates oft schon nach vier bis fünf Wochen aus. Der Körper der Frau muss sich jedoch, auch in Anlehnung an die gewünschten hormonellen Veränderungen, hierauf einstellen bzw. anpassen können. Dies kann gegebenenfalls weitere Monate dauern. Man geht im Durchschnitt davon aus, dass Mönchspfeffer mindestens 12 Wochen lang regelmäßig eingenommen werden sollte. Auch während der Menstruationsphase sollte die Frau daher nicht auf die Anwendung ihres Arzneimittels verzichten. Außerdem ist es wichtig – ähnlich wie bei der Anti-Baby-Pille – Mönchspfeffer möglichst täglich zur selben Uhrzeit einzunehmen, am besten zusammen mit einem großen Glas lauwarmen Wasser.

Nebenwirkungen von Mönchspfeffer

Mit der Einnahme von Mönchspfeffer können bestimmte Nebenwirkungen verbunden sein. So kommt es vor, dass Frauen unter Übelkeit und Schwindel leiden. Diese Symptome veranlassen so manche Verwenderin erfahrungsgemäß dazu, anzunehmen, es sei bereits eine Schwangerschaft eingetreten. Mönchspfeffer kann sogar die weibliche Libido beeinträchtigen. Wenn die Lust auf Sex dadurch sinkt, dann reduziert sich natürlich auch die Chance, endlich schwanger zu werden. Tipp: Gegebenenfalls ist es empfehlenswert, dass auch der Mann eine kleine Menge Mönchspfeffer zu sich nimmt. Dies fördert sein eigenes Lustempfinden in hohem Maße. Weitere mögliche Nebenwirkungen von Mönchspfeffer können Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Hautausschläge sein. Unmittelbar nach dem Absetzen des Präparates klingen die Beschwerden allerdings wieder ab.

Wer sollte Mönchspfeffer nicht einnehmen?

Mönchspfeffer ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Dennoch ist es ratsam, vor der Einnahme Rücksprache mit dem Gynäkologen des Vertrauens zu halten. Frauen mit Endometriose, während einer bestehenden Schwangerschaft sowie in der Stillzeit sollten auf die Einnahme von Mönchspfeffer verzichten. Es sind zudem Wechselwirkungen mit Arzneimittelpräparaten gegen Psychosen und Parkinson bekannt. Insbesondere bei einigen Medikamenten gegen Schizophrenie sind in er Vergangenheit Wechselwirkungen aufgetreten.

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