Sonnenschutz für Baby’s und Kinder

//Sonnenschutz für Baby’s und Kinder

Sonnenschutz für Baby’s und Kinder

Der richtige Sonnenschutz für Babys und Kinder

Im Freien unterwegs zu sein macht Kindern nicht nur Spaß, sondern ist auch gut für die Gesundheit. Im Sommer müssen Sie allerdings darauf achten, dass Babys und Kinder ausreichend vor der UV-Strahlung geschützt werden. Hier erfahren Sie, wie der beste Sonnenschutz für Kinder aussieht und welche Vorsichtsmaßnahmen angebracht sind.

Baden in der Schwangerschaft

Wie Sonnenbrand entsteht

Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut über einen gewissen Zeitraum einer zu hohen Dosis UV-Strahlen ausgesetzt ist. Dabei werden die Hautrötungen in verschiedene Grade eingeteilt. Der Sonnenbrand ersten Grades fällt nicht sofort auf. Nach einigen Stunden kommt es zu durchaus schmerzhafte Hautrötungen, die eine gewisse Zeit zum Abheilen brauchen. Deutlich mehr Schmerzen verursacht ein Sonnenbrand zweiten Grades, bei dem zusätzlich Schwellungen und Blasenbildung auftreten. Der Sonnenbrand dritten Grades dringt bis in die tiefen Hautschichten vor und entspricht einer schweren Verbrennung. Die Hautschichten lösen sich ab und oft ist eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Einen Sonnenbrand sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zum einen kann die Verbrennung mit großen Schmerzen für das Kind verbunden sein. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr von Langzeitschäden. So erhöht ein häufiger Sonnenbrand im Kindesalter enorm das Risiko, später im Leben an Hautkrebs zu erkranken. Viele dieser Krebsfälle wären durch die Benutzung von Sonnenschutzmitteln vermeidbar gewesen. Bewölkte Tage und ein Aufenthalt im Schatten ändern daran nichts, da die UV-Strahlen dadurch nicht abgehalten werden. Sie sollten zudem die Kraft der Sonne rund ums Jahr nicht unterschätzen und Ihr Kind auch im Frühjahr und Herbst beim Spielen draußen stets schützen.

So viel Sonne verträgt Ihr Baby

Babyhaut ist dünner und somit deutlich empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Im ersten Lebensjahr ist daher eine direkte Sonneneinstrahlung tabu, da sich der Hautschutz gegen UV-Strahlen erst nach und nach aufbaut. Bereits zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne genügen, damit sich Ihr Baby einen Sonnenbrand zuzieht. Verlassen Sie an heißen Tagen das Haus nur im Notfall zwischen 11 und 15 Uhr oder halten Sie sich mit Ihrem Kind im Schatten auf. Dorthin gelangt noch genug Sonnenlicht, damit Ihr Kind das für den Knochenaufbau wichtige Vitamin D entwickeln kann. Behalten Sie Ihr Baby auch im Schatten gut im Blick, da es noch nicht in der Lage ist, festzustellen, wenn es mit der Sonneneinstrahlung zu viel wird. Haben Sie immer ein Sonnensegel oder einen Sonnenschirm parat. Es gibt auch spezielle Sonnenschirme für den Kinderwagen.

So schützen Sie Ihr Baby vor der Sonne

Die folgenden Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie immer bei schönem Wetter ergreifen, selbst wenn Ihr Kind sich im Schatten befindet.

  • Kleidung:
    Ziehen Sie Ihrem Baby eine dünne, lange Hose und ein dünnes Shirt mit langen Ärmeln an
  • Füße:
    Schützen Sie die Füße mit Söckchen oder luftigen Schuhen
  • Sonnenbrille:
    Wenn Ihr Kind die Sonnenbrille toleriert, nutzen Sie diese Schutzmöglichkeit.
  • Sonnenhut:
    Achten Sie beim Kauf darauf, dass auch der Nacken bedeckt wird. Baseballkappen sind ungeeignet.
  • Kleidung:
    Es gibt spezielle Kinderkleidung mit UV-Schutz. Achten Sie beim Kauf auf den Standard UV-801. Dieser Schutz bleibt auch nach mehreren Wäschen bestehen.
  • Auto:
    Lassen Sie Ihr Kind niemals alleine im Auto. Bringen Sie zusätzlichen Sonnenschutz am Autofenster an.

Sonnencreme für Babys

Sonnenmilch schützt, doch können die Inhaltsstoffe zarte Babyhaut belasten. Die enthaltenen Chemikalien werden leicht durch die Haut aufgenommen. Da bei Babys die Hautoberfläche im Verhältnis zum restlichen Körper größer als bei Erwachsenen ist, nehmen sie mehr von diesen Substanzen auf. Außerdem funktioniert bei Babys die körpereigene Kühlung durch Schwitzen noch nicht. Ein Sonnencremefilm auf der Haut erschwert das Schwitzen zusätzlich. Das bedeutet jedoch keinen generellen Verzicht auf Sonnenschutzmittel. Um nicht durch Kleidung bedeckte Stellen wie Gesicht, Ohren und Hände zu schützen, sollten Sie einen Sunblocker mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 kaufen, bei sehr hellhäutigen Kindern können Sie sogar zu 50+ greifen. Kaufen Sie nur Babysonnencreme mit mineralischen Filtern und verwenden Sie keine Präparate für Erwachsene, da diese zusätzlich Hormone, Alkohol, Allergie auslösende Stoffe und chemische Filter enthalten.

Sonnenschutz für Kinder

Für eine gesunde Entwicklung ist es wichtig, dass Kinder sich regelmäßig im Freien bewegen. Ist das Gesicht hin und wieder ein paar Minuten ungeschützt der Sonne ausgesetzt, hilft das, einem Mangel an Vitamin D vorzubeugen. Auch für Kinder bis ins Schulalter hinein gilt, dass sie trotzdem möglichst wenig direkte Sonneneinstrahlung abbekommen sollten und beim Spielen und Toben ausreichend geschützt werden. Schicken Sie Ihr Kind in der Mittagshitze nicht nach draußen und achten Sie auf folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Kaufen Sie Ihrem Kind luftige Kleidung mit UV-Schutz, die einen Großteil des Körpers bedeckt. Weit geschnittene lange Hosen und Shirts mit langen Ärmeln sind ideal.
  • Ihr Kind sollte draußen immer einen Kopfschutz tragen. Ein Sonnenhut oder eine Kappe mit Schirm und Nackenschutz sind Pflicht.
  • Ziehen Sie Ihrem Kind Schuhe an, die Fußrücken und Ferse so gut wie möglich bedecken.
  • Im Freibad sollten Rücken und Schultern mit einem T-Shirt bedeckt werden. Baumwolle bietet keinen ausreichenden Schutz, lassen Sie Ihr Kind besser ein Shirt mit UV-Schutz anziehen.
  • Schützen Sie nicht bedeckte Hautpartien mit mineralischen Sunblockern ab LSF 30.

Sonnencreme bei Babys und Kleinkindern richtig auftragen

Testen Sie vor der Verwendung, ob Ihr Kind die Sonnencreme verträgt. Während mineralische Sunblocker direkt anfangen, zu schützen, müssen konventionelle Produkte eine halbe Stunde vor Kontakt mit der Sonne aufgetragen werden. Cremen Sie Ihr Kind großzügig ein und lassen Sie keine Hautstelle aus: Schenken Sie dem Gesicht, den Stellen hinter den Ohren, den Füßen und den Händen viel Aufmerksamkeit. Im Schwimmbad wird nach jedem Gang ins Wasser neu eingecremt. Ansonsten sollten Sie den Sonnenschutz alle zwei Stunden neu auftragen. Sonnencreme ist auch dann Pflicht, wenn Ihr Kind sich nur im Schatten aufhält. Entgegen häufiger Annahmen verlängert sich die Schutzzeit des Lichtschutzfaktors nicht, wenn Sie Ihr Kind doppelt eincremen. Am Abend tut der Haut eine After Sun-Lotion oder eine Feuchtigkeitslotion speziell für Kinder gut.

Quellen:
Voitl, Kinderkrankheiten, Humboldt
von Ribbeck, Schnelle Hilfe für Kinder, Kösel

2019-08-22T10:47:08+00:00