Schwangerschaftsmassage

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Schwangerschaftsmassage

Schwangerschaftsmassage – Entspannt durch neun anstrengende Monate

Massagen in der Schwangerschaft sind eine Wohltat für Mutter und Kind. Körper und Seele können entspannen und Beschwerden werden gelindert. Auch die Geburt wird durch Massagen erleichtert. Wichtig ist, dass Sie sich in die Hände eines speziell ausgebildeten Profis begeben.

Schwangerschaftsmassage

Was ist eine Schwangerschaftsmassage?

Schwangerschaftsmassage gibt es nicht als einzelne Methode. Der Masseur oder die Masseurin greift auf eine bestimmte Massagetechnik wie klassische Massage, Shiatsu, InTouch, Lomi Lomi oder Ayurveda-Massage zurück und passt die Sitzung den Bedürfnissen der werdenden Mutter an. Dazu gehört auch, dass Sie eine Position einnehmen, die auf Ihren Zustand abgestimmt ist. In einigen Studios gibt es spezielle Schwangerschaftsliegen. Häufig wird in der Seitenlage massiert. Ziel einer Schwangerschaftsmassage ist, Körper, Geist und Seele von Mutter und Kind zu entspannen sowie bestimmte Beschwerden zu lindern.

Welche Methode ist die beste für eine Schwangerschaftsmassage?

Es geht bei einer Schwangerschaftsmassage weniger um die Methode, sondern vielmehr um die Qualifikation des Masseurs. Um mit Schwangeren zu arbeiten, ist eine entsprechende Zusatzausbildung erforderlich. Der Besuch von einem Wochenendseminar ist hierzu nicht ausreichend. Wenn Sie im Netz nach einem Masseur suchen, sollten Sie auf jeden Fall nach einer entsprechenden Weiterbildung fragen. Denn nur so ist gewährleistet, dass bestimmte klassische Griffe abgewandelt und bestimmte Körperbereiche nicht massiert werden. Dazu zählen Fußknöchel, Kreuzbein, Bauch und bestimmte Nackenbereiche. Haben Sie eine bevorzugte Massagetechnik, können Sie bedenkenlos nach einem Masseur suchen, der in diesem Bereich auf Schwangere spezialisiert ist. Mit einer Ausnahme: Eine Thai-Massage gilt generell als zu intensiv für werdende Mütter. Am besten nehmen Sie Ihren Mutterpass zur Vorbesprechung mit, damit der Masseur die Anwendungen exakt auf Sie abstimmen kann.

Das kann eine Schwangerschaftsmassage bewirken

Bei emotionalen Schwankungen, wie sie typisch in der Schwangerschaft sind, wirkt eine Massage ausgleichend auf die Psyche. Daneben eignet sie sich zum Abbau von Stress und hilft Anspannungen, Müdigkeit sowie Schlafstörungen zu überwinden. Als milde Therapieform kommt die Schwangerenmassage auch zur Linderung einiger körperlicher Zuständ zum Einsatz:

  • muskuläre Verspannungen
  • Unterstützung der Muskeln zur Geburtsvorbereitung
  • Entlastung von Gelenken
  • Rückenschmerzen und Ischialgie
  • Ödeme
  • Sodbrennen
  • Straffung der Haut
  • Anregung von Durchblutung und Kreislauf
  • Verbesserung des Austauschs von Nährstoffen in der Plazenta

Diese Öle kommen in der Schwangerschaft bei der Massage zur Anwendung

In der Schwangerschaft müssen einige Körperbereiche bei der Massage ausgespart werden. Das sind neuralgische Druckpunkte in der Region des Kreuzbeines sowie bestimmte Nackenpartien. Werden diese Areale massiert, können vorzeitig Wehen ausgelöst werden. Der Bauch selbst wird nicht massiert, sondern meist nur sanft eingeölt. Bei der Verwendung von ätherischen Ölen ist Vorsicht geboten. Ein in der Schwangerenmassage ausgebildeter Masseur weiß, welche Öle nicht verwendet werden dürfen. Kampfer, Anis und Zimt lösen Wehen aus. Grundsätzlich mögen viele Schwangere intensive Düfte nicht. Mandarine, Rose, Lavendel oder Grapefruit sind fein riechende Öle, die meist problemlos vertragen werden. Alle ätherischen Öle müssen mit einem neutralen Basisöl wie Jojoba oder Weizenkeimöl verdünnt werden. Besteht bei Ihnen eine Allergie, weisen Sie den Masseur darauf hin. Die Auswahl des Öls richtet sich auch nach bestimmten Beschwerden:

Gegen Schwangerschaftsübelkeit:
Zitrone, Grapefruit, Orange, Mandarine, Lavendel, römische Kamille, Rosenholz oder Neroli

Zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen:
Lavendel, Neroli, Rose, Grapefruit

Zur Entspannung:
Mandarine, Rosmarin, Wacholder

Wann eine Schwangerschaftsmassage problemlos ist

Einige Ärzte raten in der Frühschwangerschaft, von Massagen Abstand zu nehmen. Es gibt zwar keine direkten medizinischen Gründe, die gegen eine Schwangerenmassage im ersten Trimester sprechen, doch hören Sie im Zweifelsfall auf den Rat Ihres Frauenarztes. Hat der keine Einwände gegen die Massage, ist diese Möglichkeit ideal, um Entspannung zwischen Dauermüdigkeit und Übelkeitsattacken zu finden. Unbedenklich und empfehlenswert sind Massagen ab dem vierten Monat. Haben Sie noch nie eine Massage genossen, ist nun der ideale Zeitpunkt, sich einmal richtig verwöhnen zu lassen.

In diesen Fällen ist von einer Schwangerschaftsmassage abzuraten

Von der Massage Abstand nehmen sollten Sie, wenn Sie Fieber haben, erkältet sind, unter nicht abgeklärten Schmerzen leiden sowie eine Verletzung oder eine Entzündung haben. Bei Gefahr von frühzeitigen Wehen ist ebenfalls von einer Schwangerenmassage abzuraten. Daneben gibt es bestimmte Körperzonen, die in einer Sitzung nicht bearbeitet werden sollten, wenn Krampfadern, Hautausschläge, Sonnenbrand, Schnittverletzungen, Hämatome oder Ödeme vorliegen. Ein Massageverbot erhalten Risikoschwangere von ihrem Arzt

  • wenn eine Problematik der Plazenta vorliegt
  • bei Autoimmunerkrankung der werdenden Mutter
  • bei Untergewicht von Mutter oder Kind
  • bei Wachtumsretardierung des Kindes
  • bei Schwangerschaftsdiabetes
  • bei Auffälligkeiten des kindlichen Herzschlags
  • Epilepsie

Geburtsvorbereitende Massage

Diese Massage gehört zur von Dr. Gowri Motha entwickelten Gentle Birth-Methode. Dabei wird die Schwangere neun Monate lang mit Yoga, Massage und Tiefenentspannung begleitet. Die Massage löst Spannungen im Rücken und Hüftbereich sowie im Bauch. So tritt der Kopf leichter in den Geburtskanal ein. Bänder und Muskeln lockern sich dabei, was die Dehnbarkeit unter der Geburt fördert. Empfehlenswert ist diese Art Massage ab der 35. Schwangerschaftswoche.

Schwangerenmassage zu Hause

Eine Schwangerenmassage muss nicht immer der Profi machen. Sie können sich auch von Ihrem Partner mit einem wohltuenden Öl verwöhnen lassen. Viele Hebammen zeigen Ihnen und Ihrem Partner gerne, worauf es dabei ankommt und empfehlen ein passendes Öl. Grundsätzlich sollte Ihr Partner sehr vorsichtig und ohne Druck massieren. So werden nicht versehentlich Punkte im Nacken oder Kreuzbein stimuliert. Zur Unterstützung kann ein Noppenball verwendet werden. Sie selbst können Ihr Gewebe mit einer leichten Zupfmassage unterstützen. Da eine Schwangerschaftsmassage jede Menge entspannte und positive Gefühle hervorruft, freut sich auch Ihr Baby darüber.

2019-08-22T10:35:00+00:00