Pickel in der Schwangerschaft

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Pickel in der Schwangerschaft

Pickel in der Schwangerschaft – Mit diesen Tipps wird die Haut wieder rein

In der Schwangerschaft gehören Hautveränderungen zu den normalen Begleiterscheinungen. Während bei vielen Frauen die Haut klarer und rosiger wird, kommt es bei anderen vermehrt zu Hautunreinheiten und Pickeln. Die Ursache liegt meist in der hormonellen Umstellung.

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Hormone als Auslöser für Pickel in der Schwangerschaft

Meist ist die vermehrte Hormonausschüttung für die Bildung von Pickeln verantwortlich. Östrogene sorgen dafür, dass die Haut einerseits besser durchblutet wird und praller aussieht. Dadurch kann die Gesichtshaut jedoch auch fettiger werden. Die Talgdrüsen bilden mehr Talg, daraus entstehen Mitesser und Pickel.

Zudem ist es möglich, dass in der Schwangerschaft eine bereits überwundene Akne wieder aufflackert. Pickel sind übrigens nicht auf fettige, ölige Haut beschränkt. Auch Frauen mit trockener Haut können betroffen sein. Typisch sind auch Hautunreinheiten bei Mischhaut, das bedeutet: Die Haut in der mittleren Zone im Gesicht, also Stirn, Nase und Kinn, ist fettiger und neigt deshalb mehr zur Pickelbildung.

Ein Ammenmärchen: Pickel können auf das Geschlecht des Kindes hinweisen

Das stimmt nachweislich nicht. Lassen Sie sich von solchen Aussagen nicht verunsichern! Es ist ein Mythos, dass Mädchen der werdenden Mutter die Schönheit rauben und deshalb Pickel entstehen. Einzige Ausnahme: Gelegentlich kann es vorkommen, dass schwangere Frauen, die einen Jungen erwarten, mit Hautunreinheiten zu tun haben. Das liegt an einer höheren Konzentration des männlichen Hormons Testosteron, wenn die Hoden des Fötus ab der 22. Schwangerschaftswoche Testosteron bilden.

Lebensweise, Stress und Ernährung

Außer der erhöhten Hormonausschüttung können weitere Faktoren zu Hautunreinheiten führen. Eine gesunde Lebensweise, reichlich Schlaf, wenig Stress und eine ausgewogene Ernährung tun der Haut gut. Schalten Sie, wenn möglich, in der Schwangerschaft einen Gang zurück, gönnen Sie sich Ruhe. Was die gesunde Ernährung betrifft: Eine abwechslungsreiche Kost mit frischen Lebensmitteln, Obst und Gemüse bietet Ihnen eine gute Rundum-Versorgung, von der auch die Haut profitiert. Ein gelegentlicher Heißhunger auf Süßigkeiten führt nicht zwangsläufig zu Pickeln, Sie dürfen der Versuchung ruhig hin und wieder nachgeben.

Was hilft gegen Pickel in der Schwangerschaft?

Die richtige Reinigung der Haut und sorgfältig abgestimmte Pflegeprodukte sind die Basis für eine klare Haut. Sie können außerdem Spezialprodukte verwenden. Im Bereich der Hausmittel finden Sie etliche hilfreiche Tipps. Sollte sich statt einzelner Pickel eine regelrechte Schwangerschaftsakne entwickeln, suchen Sie am besten den Hautarzt auf. Der Dermatologe weiß, welche Präparate hilfreich sind, ohne dem Baby zu schaden.

Sofortmaßnahmen, wenn ein Pickel wächst

Sie spüren es meist schon ein, zwei Tage vorher: Die Haut spannt und ist leicht verdickt und gerötet. Manchmal hilft es, wenn Sie die betroffene Stelle mit Teebaumöl oder mit einer halbierten Knoblauchzehe betupfen. Beide Maßnahmen sind leider geruchsintensiv, deshalb ist die Behandlung abends sinnvoller. Mit etwas Glück bildet sich der Pickel zurück. Gut ist auch die Verwendung eines antiseptischen Abdeckstifts. Damit können Sie die Rötung kaschieren, die Inhaltsstoffe sorgen oft dafür, dass der Pickel von alleine wieder verschwindet.

Die richtige Hautpflege, wenn Sie zu Pickeln neigen

Reinigungs- und Pflegeprodukte sollten auch bei Hautunreinheiten grundsätzlich auf den Hauttyp abgestimmt sein. Achten Sie darauf, die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Gut sind sanfte Produkte mit natürlichen Wirkstoffen. Bei fettiger Haut verwenden Sie fett- und ölfreie Cremes, bei trockener Haut fetthaltige Pflegecremes. Die Reinigung hat einen hohen Stellenwert: Dafür sind Waschlotionen mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6 sehr gut geeignet.

Verzichten Sie auf alles, was kratzt und scheuert. Raue Waschlappen können die Haut reizen, besser verwenden Sie nur die Hände oder einen feuchten Wattebausch. Zum Abtrocknen eignen sich Kosmetiktücher, mit denen Sie die Haut vorsichtig trocken tupfen. Wenn Sie Handtücher verwenden, müssen diese regelmäßig bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Damit vermeiden Sie Infektionen. Nach der Reinigung sorgt ein klärendes Gesichtswasser dafür, dass sich die Talgproduktion in Grenzen hält. Inhaltsstoffe wie Hamamelis oder Kamille wirken beruhigend und adstringierend, die Poren werden verkleinert und das Hautbild sieht besser aus.

Zusätzlich ist ein sanftes Peeling empfehlenswert, das Sie ein- bis zweimal wöchentlich anwenden können. Mandelkleie oder fein zerriebene Aprikosenkerne sind behutsame Schleifmittel, mit denen Sie abgestorbene Hautzellen entfernen können.

TIPP

Pickel dürfen nie ausgedrückt werden! Lassen Sie den Pickel reifen und decken Sie ihn mit einem antiseptischen Stift oder einem Spezial-Make-up ab. Beim Ausdrücken gelangt der Inhalt tiefer in die Haut, oft entstehen dann weitere Pickel, die sogar schmerzhaft sein können. Mitesser können Sie mit einem speziellen Komedonenquetscher vorsichtig entfernen.

Bewährte Hausmittel gegen Pickel

Heilerde, mit abgekochtem Wasser zu einem dicken Brei angerührt und als Maske aufgetragen, beruhigt die Haut und beugt gegen Entzündungen vor. Lassen Sie die Maske gut antrocknen und nehmen Sie sie anschließend mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch ab.

Aloe Vera ist ebenfalls ein erprobtes Mittel gegen Pickel. Sie können den Pflanzensaft verwenden, der sich in den dickfleischigen Blättern einer echten Aloe-Vera-Pflanze bildet, oder Aloe-Vera-haltige Produkte in der Apotheke kaufen.

Ringelblume, botanisch Calendula, hat eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung.

Gut wirksam ist auch eine Maske, die Sie aus frischer Backhefe und warmem Wasser herstellen. Der dickflüssige Brei kommt auf die betroffenen Stellen im Gesicht und wird nach fünf Minuten wieder abgewaschen.

Wirkstoffe, die Sie in der Schwangerschaft meiden sollten

Im Handel sind zahlreiche Produkte, die gegen Pickel wirken sollen. Aber Vorsicht: Nicht alle Inhaltsstoffe sind geeignet, wenn Sie schwanger sind. Vermeiden Sie:

  • Benzylperoxid
  • Clindamycin
  • Tretinon
  • Tetracycline
  • Isotretinoin

Im Zweifelsfall fragen Sie lieber Ihren Arzt, ob die Wirkstoffe in bestimmten Pflegeprodukten Ihrem Baby schaden können!

2019-08-22T10:27:56+00:00